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Düsseldorf: „Integrierte Versorgung”: Immer mehr Verträge in NRW

Düsseldorf : „Integrierte Versorgung”: Immer mehr Verträge in NRW

In Nordrhein-Westfalen werden immer mehr Verträge für eine vernetzte Versorgung von Patienten zwischen Ärzten, Krankenhäusern und gesetzlichen Krankenkassen geschlossen.

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) NRW am Freitag in Düsseldorf mitteilte, bestehen derzeit in NRW 1073 regionale Verträge zur sogenannten „Integrierten Versorgung”. Vor drei Jahren waren es erst 98.

Bei der „Integrierten Versorgung” koordiniert beispielsweise in der Orthopädie ein und derselbe Facharzt Operation, Vor- und Nachbehandlungen sowie Rehabilitation. Damit sollen Reibungsverluste etwa durch Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Knapp 350.000 Patienten hätten in NRW bislang von den Behandlungsprogrammen etwa durch kürzere Wartezeiten, schnellere Termine und intensivere Beratung profitiert, hieß es. Bundesweit gibt es rund 5100 solcher Vereinbarungen. Die TK bezieht sich auf Daten der Düsseldorfer Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung.

Die meisten Verträge gibt es in den Bereichen Kardiologie und Orthopädie. Auch für Psychiatrie oder Suchterkrankungen gibt es solche Vereinbarungen. Die Kasse betonte, dass durch die Vernetzung eine bessere medizinische Versorgung möglich sei durch eine intensivere Kommunikation und Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Im Rahmen der integrierten Versorgung können beispielsweise Hausärzte, Fachärzte, Krankenhäuser und Rehaeinrichtungen zusammenarbeiten. Für die Patienten wird dabei oftmals eine kürzere Behandlungsdauer erreicht, die für die Kassen kostengünstiger ist.