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München: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs gut verträglich

München : Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs gut verträglich

Die vor mehr als einem Jahr begonnenen Impfungen gegen Gebärmutterhalskrebs sind laut Ärzteverbänden sehr gut verträglich. Seit Oktober 2006 seien in Deutschland und Österreich bei mehr als 2,2 Millionen verabreichten Impfungen nur 189 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen aufgetreten.

Die meisten davon seien harmlos wie etwa ein kurzzeitiger Schmerz an der Injektionsstelle, teilen die Berufsverbände der Frauenärzte (BVF) und der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München mit.

Die Impfung wirkt gegen die Humanen Papillom Viren (HPV), die als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs gelten. Seit März 2007 wird sie von der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen, die Kassen übernehmen die Kosten. Im Oktober 2006 wurde der erste Impfstoff auf den Markt gebracht, seit Mitte 2007 ist in Deutschland ein zweiter Impfstoff zugelassen.

Keinen Zusammenhang gibt es laut BVF und BVKJ zwischen der Impfung und zwei ungeklärten Todesfällen junger Frauen in Deutschland und Österreich. Diese seien zwar drei Wochen beziehungsweise einen Tag nach der Impfung gestorben. Der Grund ist laut den Verbänden ein plötzlicher Herzstillstand ungeklärter Ursache, nach dem englischen Fachbegriff SADS genannt. Schon 2006, also vor der großflächigen Impfung, seien in Deutschland knapp 60 junge Männer und Frauen zwischen 15 und 20 Jahren an ungeklärten Todesursachen gestorben. Der Zusammenhang mit der HPV-Impfung sei also wahrscheinlich zufällig.