Göttingen: Immer gleich viel Gemüse bei Blutgerinnungshemmer

Göttingen: Immer gleich viel Gemüse bei Blutgerinnungshemmer

Patienten, die täglich Blutgerinnungshemmer einnehmen, müssen nicht auf grünes Gemüse verzichten. Darauf weist Prof. Jean-François Chenot von der Abteilung Allgemeinmedizin der Universität Göttingen hin.

Allerdings sollten sie dann jeden Tag die selbe Menge Obst und Gemüse essen, um die Wirkung ihres Medikaments nicht zu beeinträchtigen.

Ein auf zwei Jahre angelegtes Schulungsprojekt der Uni soll nun den bundesweit mehr als 800.000 Betroffenen die Angst vor entsprechenden Wechselwirkung nehmen. Es wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert.

Besonderen Einfluss auf die Wirkung von Blutgerinnungshemmern hat Chenot zufolge das Vitamin K. Es steckt vor allem in grünem Blattgemüse und bestimmten Kohlsorten wie Grünkohl. „Je mehr grünes Gemüse gegessen wird, umso höher muss auch die Dosis des Blutgerinnungshemmers sein”, erklärt der Mediziner.

Bei einer zu niedrigen Menge des Blutgerinnungshemmers treten Probleme mit Grunderkrankungen wie Thrombosen oder Embolien auf. Um die Dosis nicht ständig anpassen zu müssen, sei es deshalb am besten, immer gleich viel Obst und Gemüse zu essen.

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