Düsseldorf: Hodenkrebs bei Jugendlichen

Düsseldorf: Hodenkrebs bei Jugendlichen

Jungen ab 14 Jahren sollten alle vier Wochen ihre Hoden abtasten und dabei auf Verhärtungen und Vergrößerungen achten.

Denn das könnte ein Hinweis auf Hodenkrebs sein. Mit rund 4750 Neuerkrankungen im Jahr und steigender Tendenz sei er der häufigste bösartige Tumor bei jungen Männern in Deutschland, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf.

Unter 15 Jahren kommt der Tumor demnach sehr selten vor, die meisten Betroffenen sind 25 bis 45 Jahre alt. Die Heilungsrate liege bei fast 100 Prozent. Als besonders gefährdet gelten diejenigen, die im Kindesalter an Hodenhochstand litten.

Den Experten zufolge hängt es sehr vom Entwicklungsstand eines Jungen ab, wann er mit der Selbstuntersuchung beginnen kann. Eltern sollten rechtzeitig mit ihrem Sohn sprechen, damit die Selbstuntersuchung nicht zum Tabu wird. Falsche Scham und übertriebene Ängste sind demnach nicht angebracht: Es gehe um Aufklärung und den verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit, erklärt die DGU.

Inzwischen sei Impotenz infolge von Hodenkrebs nicht mehr zu befürchten: Hormone könnten notfalls ersetzt und einer möglichen Unfruchtbarkeit durch das Einfrieren von Spermien vor der Behandlung vorgebeugt werden. Medizinisch unbedenklich sei der Einsatz von Hodenprothesen bei denen, die durch den Hodenverlust psychische Probleme haben.

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