1. Leben
  2. Gesundheit

Hamburg: Gutes Fitnessstudio gesucht: Worauf es ankommt

Hamburg : Gutes Fitnessstudio gesucht: Worauf es ankommt

Der Frühling kommt. Die Tage werden länger und die Kleider kürzer: Wer den Winter als Sportmuffel verbracht hat, findet spätestens jetzt einen Anlass, sich wieder mehr zu bewegen. Gerade bei Berufstätigen sind dabei Fitnessstudios sehr beliebt, denn sie bieten an sieben Tagen in der Woche die Gelegenheit, Kraft und Ausdauer zu trainieren.

Diese zeitliche Flexibilität ist verlockend, allerdings haben Fitness-Neulinge insbesondere in größeren Städten die Qual der Wahl. Schnell stellt sich da die Frage, woran man eigentlich ein gutes Studio erkennt.

„Vieles ist natürlich Geschmacksache, aber einige Kriterien sollte ein gutes Studio auf jeden Fall erfüllen”, sagt Prof. Klaus-Michael Braumann von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. „Das Wichtigste ist eine kontinuierliche Betreuung. Gerade Anfänger sollten jederzeit einen qualifizierten Ansprechpartner finden, damit sie nicht nach der Einführungsstunde völlig hilflos zwischen den Geräten herumstehen.”

Denn dann ist nicht nur von Spaß keine Spur, sondern es besteht auch die Gefahr von Verletzungen und Haltungsschäden, etwa weil zu viele Gewichte genommen oder falsche Bewegungsabläufe antrainiert werden.

Viele Trainer bedeuten für die Studios jedoch auch hohe Personalkosten - die sich in den Mitgliedsbeiträgen niederschlagen. „Insofern kann der Preis durchaus als erster Anhaltspunkt dienen”, sagt Braumann, der auch das Institut für Sport- und Bewegungsmedizin an der Universität Hamburg leitet. „Sehr niedrige Beiträge weisen meist auf wenig Betreuung hin. Die braucht auch nicht jeder, manche Fitnessketten richten sich ganz gezielt an erfahrene Studiobesucher, die sich mit den Geräten auskennen und auf diese Weise für wenig Geld trainieren können.”

Anfängern allerdings rät der Sportexperte dazu, sich in den ersten Wochen den Luxus eines persönlichen Trainers zu gönnen: „Dieses Geld ist gut investiert, denn ein sicherer Umgang mit den Geräten ist die Grundvoraussetzung für den Trainingserfolg.”

Dazu trägt auch regelmäßiges Ausdauertraining bei: „Jeder gute Trainer weiß, dass Ausdauer- und Krafttraining zusammengehören. Eine Trainingseinheit sollte immer mit einer Aufwärmphase beginnen und 20 bis 30 Minuten Ausdauer-, sowie etwa 45 Minuten Krafttraining umfassen.”

Dabei gilt für Anfänger: Weniger ist mehr, auch wenn die Motivation am Anfang besonders hoch ist. „Um Überlastungen zu vermeiden, sollten ohnehin eigentlich alle Menschen ab Mitte Dreißig, die länger keinen Sport getrieben haben, einen Gesundheitscheck beim Arzt machen lassen, bevor sie sich auf die Maschinen stürzen.”

Einige Fitnesscenter führen zwar einen Leistungstest durch, doch viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen lassen sich nur durch ein EKG erkennen.

Braumann empfiehlt, drei- bis viermal pro Woche zu trainieren: „Ein guter Trainer stimmt den Trainingsplan nicht nur auf die Trainingsziele des Kunden ab, sondern achtet auch darauf, dass die belasteten Muskelgruppen mit den Tagen wechseln, damit sie sich dazwischen erholen können. Wer nur ein- oder zweimal die Woche ins Studio geht, kann allerdings getrost alle Gruppen am selben Tag trainieren.”