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Göttingen/Berlin: Göttinger Forscher entwickeln neuen Defibrillator für Herzpatienten

Göttingen/Berlin : Göttinger Forscher entwickeln neuen Defibrillator für Herzpatienten

Ein neuartiger Defibrillator soll Patienten mit Herzrhythmusstörungen künftig schonender helfen als herkömmliche Apparate. Die Neuentwicklung sei mit dem „Innovationspreis Medizintechnik” des Bundesforschungsministeriums ausgezeichnet worden, teilte das Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) Institut am Donnerstag mit.

Das Gerät soll nun an der Universität Göttingen weiterentwickelt werden. Der Innovationspreis wurde an insgesamt 14 Teams vergeben und soll helfen, praxistaugliche Geräte zu entwickeln. Die Gewinnerprojekte werden laut Ministerium mit insgesamt rund acht Millionen Euro gefördert.

Das Elektroschockgerät aus Göttingen soll mit weniger Energie auskommen, hieß es weiter. Es sei daher nicht so schmerzhaft und habe zudem geringere Nebenwirkungen als bisherige Defibrillatoren. In ersten Laborexperimenten habe sich die Technik bereits bewährt.

Weitere der 14 Forscherteams wollen dafür sorgen, dass Hüftgelenke in Zukunft leichter implantiert werden können oder neuartige Herzklappen durch eine Vene ins Herz eingebracht werden.

Andere arbeiten daran, wie sich Arm- oder Beinprothesen durch Nervensignale leichter steuern lassen. Forscherteams aus der Industrie möchten beispielsweise einen Test für besonders gefährliche Grippeviren entwickeln oder fötale Zellen aus dem Blut der Mutter gewinnen, um sie auf Erbkrankheiten zu testen.