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Gesunde Prostata: Das können Männer ab 50 tun

Vorsorge : Gesunde Prostata: Das können Männer ab 50 tun

Frauen kommen durch die Hormonumstellung im Alter irgendwann in die Wechseljahre - die sich durch Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme äußern. Doch auch bei Männern verändert sich die Hormonzusammensetzung.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) sind das männliche Sexualhormon Testosteron und dessen Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron an Wachstumsprozessen der Prostata beteiligt.

Dies ist grundsätzlich ungefährlich. Dennoch können die Symptome, die damit einhergehen, recht unangenehm sein. Außerdem steigt mit zunehmendem Alter das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Glücklicherweise können Männer einiges tun, um ihre Prostatagesundheit zu fördern.

Eine gutartige Prostatavergrößerung erhält ihren Namen in Abgrenzung zur bösartigen Prostatavergrößerung, bei der es sich um eine Krebserkrankung handelt. Warum dieses Phänomen bei so vielen Männern auftritt, ist noch nicht gänzlich erforscht. Man geht davon aus, dass es sich um ein Zusammenspiel aus genetischen Prädispositionen und Lebensbedingungen handelt. Vor allem die Ernährung spielt möglicherweise eine große Rolle.

Doch wie äußert sich die Vergrößerung der Prostata? Durch die Prostata verläuft die Harnröhre. Ist die Prostata vergrößert, übt sie einen gewissen Druck auf diese aus. In der Folge kommt es meist zu häufigerem Wasserlassen, Nachtröpfeln und leichter Harninkontinenz. Auch eine Blasenentzündung beim Mann, deren Ursachen und Symptome grundsätzlich vielfältig sind, kann die Folge sein. Treten diese Symptome in der zweiten Lebenshälfte auf, sind das recht deutliche Anzeichen. Zusätzlich kann der Arzt die Prostata mit dem Finger abtasten, um eine Vergrößerung festzustellen. Weitere Möglichkeiten sind Blut- und Ultraschalluntersuchungen.

So halten Sie Ihre Prostata gesund

Besonders wichtig für die Prostatagesundheit, wie auch zur Vorbeugung vieler weiterer Erkrankungen, ist die Ernährung. Eine prostataschonende Ernährung enthält insbesondere Elemente der asiatischen und mediterranen Küche. Tatsächlich ist auch zu beobachten, dass es in diesen Ländern weniger zu krankhaften oder altersbedingten Veränderungen der Prostata kommt.

Greifen Sie dafür grundsätzlich zu fettarmen Lebensmitteln und bevorzugen Sie pflanzliche gegenüber tierischen Fetten. Gesunde Fettquellen sind Nüsse, Samen und hochwertige Pflanzenöle. Außerdem sollten viele Ballaststoffe in Form von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten in die Ernährung eingebaut werden. Diese sind nicht nur förderlich für die Prostatagesundheit, sondern helfen auch dabei, anderen Krebsarten wie Darmkrebs vorzubeugen. 

Lebensmittel, die sogenannte Phytoöstrogene enthalten, sind optimalerweise regelmäßiger Bestandteil der Ernährung. Dass diese sekundären Pflanzenstoffe bei Wechseljahresbeschwerden helfen können, ist seit längerer Zeit bekannt. Doch auch dem männlichen Organismus jenseits der 50 können Sie wertvolle Dienste leisten. Phytoöstrogene sind insbesondere in Hülsenfrüchten wie Erbsen, Linsen und Sojabohnen enthalten sowie in bestimmten Teesorten.

Abgesehen von der Ernährung spielen auch andere Faktoren eine Rolle bei der Aufrechterhaltung der Prostatagesundheit. Das ist zum einen ein aktiver Lebensstil mit ausreichend Bewegung. Versuchen Sie pro Woche mindestens zwischen zwei und drei Stunden mäßiger körperlicher Aktivität in Ihren Wochenplan einzubauen. Das kann eine Joggingrunde sein, ein Workout, das Radfahren zur Arbeit oder ein schneller Spaziergang.

Damit einhergehend ist es - auch in Bezug auf viele andere Alterserscheinungen - gesundheitsfördernd, ein Normalgewicht zu halten. Studien zeigen, dass Übergewicht die Wahrscheinlichkeit für Prostataerkrankungen deutlich erhöht. Genussgifte wie Alkohol und Zigaretten sollten gemieden werden. Insbesondere Tabak lässt das Risiko, an diversen Krebsarten zu erkranken, deutlich steigen.

Zuletzt ist es insbesondere bei Beschwerden der Harnwege wichtig, ausreichend zu trinken. Das bedeutet, dass Sie mindestens zwei bis drei Liter täglich zu sich nehmen sollten. Greifen Sie dabei insbesondere auf stilles Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen zurück. Trinken Sie den größten Teil der Flüssigkeit tagsüber, wenn eine Toilette in der Nähe ist. Gegen Abend sollten Sie die Flüssigkeitszufuhr reduzieren. So vermeiden Sie es, dass Sie während der Nachtruhe aufwachen und auf die Toilette gehen müssen.

Um die Kapazität der Blase zu stärken, ist außerdem ein regelmäßiges Blasentraining sinnvoll. Dabei zögern Sie das Wasserlassen stets etwas weiter hinaus. Mit der Zeit wird die Blase leistungsfähiger und kann mehr Flüssigkeit halten.