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Frankfurt/Main: Forscher starten neuen Anlauf im Kampf gegen Hepatitis C

Frankfurt/Main : Forscher starten neuen Anlauf im Kampf gegen Hepatitis C

Hepatitis C ist eine besonders schwere Form der Leberentzündung. Während für Hepatitis A und B mittlerweile wirksame Impfstoffe zur Verfügung stehen, gibt es gegen die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) noch keinen vorbeugenden Schutz.

Mediziner aus dem gesamten Bundesgebiet wollen nun einen neuen Anlauf unternehmen, um einen HCV-Impfstoff zu entwickeln, wie die Universität in Frankfurt am Main mitteilt.

Allein in Deutschland gehen Ärzte von mindestens 500.000 HCV-infizierten Menschen aus. Bei 70 bis 80 Prozent der Betroffenen kommt es zu einem chronischen Verlauf der Infektion. Häufig entwickelt sich eine Leberzirrhose und ein Leberkrebs. Zwar können chronisch infizierte Patienten mit antiviralen Medikamenten behandelt werden. Allerdings kann das Virus bei lediglich der Hälfte der chronisch infizierten Patienten dauerhaft zerstört werden.

Die Forscher wollen klären, warum es bei einigen Patienten nach akuter HCV-Infektion zu einer kompletten Ausheilung, in den meisten Fällen aber zu einer anhaltenden Infektion kommt. Offenbar besitzen manche Menschen eine natürliche Resistenz gegenüber den Hepatitis-C-Viren und andere nicht. Zudem scheint eine Resistenz mit der jeweiligen Beschaffenheit der Viruszellen zusammenzuhängen.

Die Voraussetzungen für eine Resistenz-Veranlagung sollen nun detailliert entschlüsselt werden. Auf dieser Basis könnte ein Impfstoff entwickelt beziehungsweise die antivirale Therapie verbessert werden.

Die Leitung des Forschungsprojekts haben Mediziner der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität übernommen. Beteiligt sind unter anderen Forscher der Charité Universitätsmedizin Berlin, des Universitätsklinikums Essen und der Medizinischen Hochschule Hannover.