Bonn: Forscher erproben neue Therapie gegen Hautkrebs

Bonn: Forscher erproben neue Therapie gegen Hautkrebs

Eine neue Kombinationstherapie bei Hautkrebs hat sich in Tests an Mäusen als besonders erfolgreich erwiesen. Die Forscher der Universität Bonn konnten selbst schwer kranke Tiere so erfolgreich behandeln, dass sowohl die Primärtumoren in der Haut als auch Metastasen vollständig verschwanden.

Eine Studie mit menschlichen Patienten stehe jedoch noch aus, meldet die Universität Bonn.

Die Bonner Wissenschaftler entwickelten für ihre Studie eine neue Form der sogenannten Chemoimmuntherapie, für die drei verschiedene Ansätze kombiniert werden: Zunächst unterzogen die Forscher die krebskranken Mäuse einer herkömmlichen Chemotherapie. Im Anschluss spritzten sie den Tieren Killerzellen des Immunsystems in die Blutbahn, die ganz gezielt Hautkrebszellen erkennen können.

Zusätzlich injizierten die Wissenschaftler künstlich hergestelltes Viren-Erbgut, um die natürliche Immunabwehr in Alarmbereitschaft zu versetzen. Nur durch diese Kombination ließ sich die Krebserkrankung so erfolgreich behandeln.

In ihren Experimenten hatten die Forscher einen genetisch veränderten Mausstamm verwendet, der Melanome entwickelt, die dem menschlichen Hautkrebs besonders ähnlich sind. Simuliert werden sollen maligne Melanome -­ schwarzer Hautkrebs, der bisher nur geheilt werden kann, wenn sich der Tumor chirurgisch entfernen lässt.

Im fortgeschrittenen Stadium versagen bisherige Behandlungsmethoden wie Chemo- und Strahlentherapie. Daher suchen Wissenschaftler in der ganzen Welt nach Methoden, um das Immunsystem zur Bekämpfung von Hautkrebszellen zu aktivieren.

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