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Baltimore: Forscher entdecken Verbindung zwischen Alzheimer und Krebs

Baltimore : Forscher entdecken Verbindung zwischen Alzheimer und Krebs

Wer an der Demenz-Krankheit Alzheimer leidet, hat ein geringeres Krebsrisiko.

Andererseits erkranken Krebspatienten auch seltener an Alzheimer. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler bei der Auswertung der Daten von rund 3000 Menschen über 65 Jahren herausgefunden. Wie der Zusammenhang zwischen beiden Krankheiten zustande kommt, können die Forscher allerdings noch nicht sagen. Ihre Ergebnisse stellen Catherine Roe von der Washington-Universität in St. Louis und ihre Kollegen im Fachmagazin „Neurology” vor (Bd. 74, Nr. 1).

Die Forscher begleiteten die Patienten, die im Rahmen einer Studie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht worden waren, bis zu acht Jahre lang medizinisch und hielten dabei insbesondere fest, ob sie an Krebs erkrankten oder Demenz-Symptome entwickelten. Zu Beginn der Studie waren bereits 164 Probanden an Alzheimer erkrankt, während bei 522 bereits Krebs diagnostiziert worden war.

Im Verlauf der Untersuchungszeit entwickelten weitere 478 Menschen eine Demenz, während sich bei 376 Krebs ausbildete. Für Patienten, bei denen bereits zu Beginn der Studie Alzheimer diagnostiziert worden war, war die Wahrscheinlichkeit, sich wegen einer Krebserkrankung im Krankenhaus behandeln lassen zu müssen, um 69 Prozent geringer im Verglich zu den Patienten ohne die Demenzerkrankung.

Für Patienten mit Krebs zu Beginn der Behandlung war das Alzheimerrisiko hingegen um rund 43 Prozent geringer. Die Erforschung der Verbindungen zwischen beiden Krankheiten könnte zu deren besserem Verständnis und zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden beitragen, kommentiert Catherine Roe ihre Arbeit.