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Stuttgart: Fit in den Frühling

Stuttgart : Fit in den Frühling

Die Tage werden länger und die ersten warmen Sonnenstrahlen sind spürbar. Das Frühlingswetter lädt dazu ein, sich draußen beim Radfahren, Wandern oder Inlineskaten den überschüssigen Winterspeck von den Hüften zu trainieren.

Genau dazu fehlt es vielen Menschen aber an der nötigen Motivation: Sie lümmeln sich lieber zu Hause auf dem Sofa. Doch dieser innere Schweinehund lasse sich besiegen, meint Diplom-Sportlehrer und Motivationscoach Michael Kutzner aus Stuttgart: „Es hilft, wenn man sich immer wieder sagt, Steh auf und lauf! Am besten mehrmals hintereinander, damit sich der Satz ins Unterbewusstsein einprägt und dazu führt, dass man wirklich aufsteht und Sport treibt.”

Auch ein peppiger Song im Radio könne helfen: Nach den ersten paar Takten bekommt man Lust, sich zu bewegen. Von unschätzbarem Wert sind laut Kutzner auch die positiven Emotionen beim Sport. Daher rät der Autor zahlreicher Fitness-Ratgeber, bewusst wahrzunehmen, wie gut sich der Körper etwa bei einem Spaziergang, beim Walking oder beim Jogging anfühle. „An dieses positive Gefühl sollte man sich erinnern, wenn sich der innere Schweinehund wieder einmal meldet”, sagt Michael Kutzner und ergänzt: „Kaum etwas entstresst so gut wie Sport.” Wer sich diese Entspannung vor Augen führe, der habe es leichter, vom Ruhezustand in den Aktivitätsmodus umzuschalten.

Wer schon lange keinen Sport mehr getrieben hat, dem rät Kutzner, sich am Anfang nicht zu überfordern. Denn genau das sei Grund Nummer eins, weshalb viele ihre guten Vorsätze sehr schnell wieder über Bord werfen. Es langsam angehen lassen, heißt die Devise: „Am einfachsten beginnt man damit, Bewegung in seinen Alltag einzubauen, etwa das Auto etwas weiter weg zu parken oder die Treppen statt des Aufzugs zu nehmen”, weiß der Fachmann. Am besten trifft man sich mit einem Freund oder einem persönlichen Trainer zum Sport. „Man sollte sich lieber mit einer Person anstatt mit einer Gruppe verabreden”, rät der Fitnesscoach. Denn wenn der Sportpartner allein im Wald warte, sei der Druck größer, dort ebenfalls zu erscheinen.

Wichtig sei außerdem, das Training dem eigenen inneren Rhythmus anzupassen. Wer erst gegen Abend so richtig in Schwung komme, der sollte auch abends Sport treiben. Die Sportsachen müssen zudem schnell greifbar sein. In die Tasche gehört auch ein leichter Snack - eine Banane oder ein Vollkorn-Riegel. Denn Unterzuckerung während des Trainings wirke demotivierend, weiß der Sportcoach. „Trainingssachen, Herzfrequenzmesser, Turnschuhe gehören immer an denselben Platz, so muss man nicht lange suchen - und überlegt es sich am Ende doch noch anders.”