Hamburg: Fernreisen: Mit richtiger Vorbereitung bleibt der Magen gesund

Hamburg: Fernreisen: Mit richtiger Vorbereitung bleibt der Magen gesund

„Unvorbereitetes Wegeilen bringt unglückliche Wiederkehr”, sagte schon Goethe. Das gilt auch für den Magen auf Fernreisen: In fernen Ländern hat sich dieser auf allerhand Unwägbarkeiten einzustellen, doch die entsprechende Vorbereitung und die richtigen Mittel vorab können dazu beitragen, dass der Urlaub dennoch ein durchweg positives Erlebnis wird.

Auf das beispielsweise in Asien sehr verbreitete extrem scharfe Essen reagieren mitteleuropäische Mägen häufig mit Sodbrennen und Schmerzen. Hier könne vor dem Essen die Einnahme eines Frischpflanzenauszugs der Bitteren Schleifenblume (Iberis amara) häufig die unangenehmsten Folgen dämpfen helfen, empfiehlt der Hamburger Internist und Tropenmediziner Dr. Axel Sommer.

Besonders übel spielen Reisenden häufig jedoch Magen-Darm-Infektionen mit: Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit bis hin zu schwerem Durchfall können den Urlaub im Extremfall zur Qual werden lassen. Anders als beispielsweise bei Erkältungskrankheiten, denen mit viel Sport und Bewegung vorgebeugt werden kann, gibt es hier keine Möglichkeit, das Immunsystem vorab auf den Beschuss unbekannter Erreger vorzubereiten, denen ein Reisender in fernen Ländern ausgesetzt ist.

Positiv beeinflussen lasse sich die Abwehrkraft des Körpers jedoch durch den Verzicht auf kalte Getränke, rät Axel Sommer. Für den Fall des Falles, wenn nämlich tatsächlich eine schwerere Infektion aufgetreten ist, könnten dann Antibiotika eingenommen werden, erklärt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Reise- und Touristikmedizin.

Vorbeugend sollte vor der Reise auch eine Schluckimpfung mit dem Impfstoff Dukoral in Betracht gezogen werden, empfiehlt der Reisemediziner. Dieses seit 2004 in Deutschland erhältliche Präparat bietet nicht nur Schutz vor der im Extremfall lebensbedrohlichen Infektionskrankheit Cholera, sondern auch vor den häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen, die durch Kolibakterien ausgelöst werden. Mit der Schluckimpfung haben viele Reisende daher gute Chancen, solche Infektionen schadlos zu überstehen.

Mehr von Aachener Nachrichten