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Stuttgart/Heilbronn: Elektronische Gesundheitskarte ohne Probleme im Praxistest

Stuttgart/Heilbronn : Elektronische Gesundheitskarte ohne Probleme im Praxistest

Bei den ersten Einsätzen der elektronischen Gesundheitskarte im Südwesten ist es nach Angaben von Krankenkassen sowie Ärzte- und Apothekervereinigungen nicht zu Komplikationen gekommen.

Wie die Arbeitsgemeinschaft zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Baden-Württemberg (ARGE eGKBW) am Montag in Stuttgart mitteilte, haben in der Testregion Heilbronn inzwischen die ersten Versicherten die Karte genutzt. Dabei habe es weder besondere zeitliche Verzögerungen noch nennbare Fehler beim Verarbeiten von Daten oder Rezepten gegeben.

Der Arbeitsgemeinschaft zufolge ist die Region Heilbronn die bundesweit erste der sieben Pilotregionen, in denen die Funktionalität der elektronischen Gesundheitskarte in Arztpraxen und Apotheken getestet wird. Insgesamt werden in Heilbronn bis zu 10.000 Versicherte sowie 14 Ärzte, zehn Apotheker und ein Klinikum an dem Versuch beteiligt.

Rolf Hoberg, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft und Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, sprach von einem „erfolgreichen Teststart”. Die ersten Ergebnisse bestätigten die Linie, den Test erst mit einer soliden technischen Grundlage zu starten.

Die Präsidentin der Landesärztekammer, Ulrike Wahl, sagte, um den Test und seine Ergebnisse kritisch auswerten zu können, sei eine Beteiligung notwendig. Nur so könnten die Ärzte „prüfbare Erfahrungswerte” beziehen.

Weitere Testregionen sind Bochum-Essen (Nordrhein-Westfalen), Flensburg (Schleswig-Holstein), Ingolstadt (Bayern), Löbau-Zittau (Sachsen), Trier (Rheinland-Pfalz) und Wolfsburg (Niedersachsen). Nach den Plänen der Bundesregierung soll die elektronische Gesundheitskarte ab April 2008 schrittweise in Deutschland eingeführt werden.