Hamburg: Eier von Lebensmittelmotten in Ritzen wegfönen

Hamburg: Eier von Lebensmittelmotten in Ritzen wegfönen

Flattert eine Motte beim Öffnen aus dem Küchenschrank oder findet man eine Larve in einer Ritze, sollten alle Nahrungsmittel nach Gespinsten abgesucht und möglichst entsorgt werden.

Auch die Verpackungen werden auf Löcher kontrolliert, rät Dirk Petersen, Umweltberater bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Schränke werden daraufhin ausgeräumt und ausgewaschen. Motteneier in unzugänglichen Bereichen und Ritzen sollten mit dem Föhn erhitzt werden - so sterben sie ab.

Abschließend sei es wichtig, die Lebensmittel nach dem Einkauf in wiederverschließbare Behälter umzufüllen. So sei sichergestellt, dass neu gekaufte Nahrung nicht wieder befallen wird, sagt Petersen. Er beruhigt: Ein Befall mit Lebensmittelmotten sei kein Zeichen für eine schlampige Haushaltsführung. „Meist werden die Motten, etwa durch den Einkauf von befallenem Müsli oder Mehl, eingeschleppt.” Denn in Getreideprodukten, aber auch in Trockenobst, Hülsenfrüchten, Tee und Schokolade fühlen sich die Mottenlarven wohl.

Auch Schlupfwespen helfen gegen Lebensmittelmotten - auch wenn deren Einsatz im Wohnraum manchen sicher Überwindung kostet. Die Larven der kleinen Schlupfwespen sind nur 0,4 Millimeter groß und werden mit Karten, die es im Einzelhandel gibt, in die Schränke gelegt. „Die ausgewachsenen Wespen legen ihre Eier in die Motteneier, die daraufhin absterben”, erläutert Petersen. Auf diese Weise wird die Brut der Lebensmittelmotten zerstört. Anschließend sterben auch die Schlupfwespen. Diese Methode der Mottenbekämpfung sei aber teuer, da sie wiederholt werden müsse.

Um zu überprüfen, ob ein Befall endgültig beseitigt ist, eignen sich Pheromonfallen. Diese locken mit einem Sexuallockstoff männliche Motten an. Befindet sich keine Motte mehr in einer aufgestellten Falle, dürfte das Problem gelöst sein.