Wallerfangen: Diabetiker sollten es langsam angehen lassen

Wallerfangen: Diabetiker sollten es langsam angehen lassen

Menschen mit einem anspruchsvollen Job kennen das: Man hetzt von einem Termin zum anderen, das Telefon klingelt fortwährend. Leiden die Betroffenen zusätzlich an einer chronischen Erkrankung wie Diabetes, haben sie oftmals das Gefühl, der Stress würde die Krankheit zusätzlich fördern.

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, sollten Diabetiker an Schulungskursen teilnehmen oder sich einer Diabetes-Selbsthilfegruppe anschließen, empfiehlt Jutta Dick, Allgemeinmedizinerin aus Wallerfangen.

Hier könne man anhand der Erfahrungsberichte anderer Diabetiker erlernen, wie man mit Stresssituationen besser fertig wird. Hilfreich seien beispielsweise regelmäßige Pausen während der Arbeit, ein halbstündiger Mittagsspaziergang und ein erholsamer Schlaf, sagt Dick.

Zudem sollten sich Diabetiker nicht scheuen, ihre Arbeit - wenn möglich - auch einmal zu delegieren. „Auf keinen Fall sollte Stress oder eine starke berufliche Belastung dazu führen, dass man sich um seine Erkrankung nicht mehr kümmern kann”, sagt die Ärztin. Die Einnahme von Medikamenten und Ernährungspläne sollten strikt eingehalten werden, auch wenn die Zeit knapp ist, und sich die Gedanken um ganz andere Dinge drehen. Ansonsten drohe die Gefahr, dass Stress die Diabetes-Erkrankung zusätzlich verstärkt.

Denn zwischen beidem bestehe laut Dick durchaus ein Zusammenhang: „In belastenden Situationen werden körpereigene Stresshormone wie Adrenalin oder Kortisol ausgeschüttet.” Diese können die Wirkung des Insulins dauerhaft verschlechtern. Die Folge: Die Blutzuckerwerte steigen an.

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