1. Leben
  2. Gesundheit

Corona-Impfung auch mit Rheuma

Covid-19 : Corona-Impfung auch mit Rheuma

Sind Rheuma-Patienten besonders von der Corona-Pandemie betroffen? Experten beruhigen: Es gibt kein höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Betroffene können ihre Therapie normal weiterführen. Auch vor einer Impfung brauchen Rheumatiker sich nicht zu fürchten.

Gut eingestellt durch die Corona-Krise

Die Corona-Pandemie verunsichert Menschen mit chronischen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen noch mehr als gesunde Menschen. Sie stellen sich Fragen wie: Erkranke ich leichter an Covid-19? Belastet eine Impfung mein sowieso schon verrücktspielendes Immunsystem zusätzlich? Sollte ich mit der Therapie aussetzen? Bedenken, für die die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) Entwarnung geben kann.

Laut der Fachgesellschaft gehören medikamentös gut eingestellte Rheumatiker nicht zur Covid-19- Risikogruppe. Weder erkranken sie häufiger an dem Virus noch ist der Krankheitsverlauf schwerer. Eine Auswertung der Daten aus dem Onlineregister Covid-19-Rheuma.de, in dem alle an Corona erkrankte Rheuma-Patienten in Deutschland erfasst sind, unterstützt die Aussage der DGRh.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Bei schlecht kontrollierten Patienten, die einen akuten Krankheitsschub haben, könnte Covid-19 durchaus einen schweren Verlauf nehmen. Deshalb gilt: Menschen mit Rheuma sollten ihre regelmäßigen Arzt- und Kontrolltermine unbedingt wahrnehmen und ihre Therapie nicht eigenständig aussetzen. Und wenn therapeutische Anpassungen notwendig sind, um das Risiko von Rheumaschüben zu verringern, sollten diese durchgeführt werden, so die Empfehlungen der DGRh.

Impfen ist bisher kein Problem

Aber wie steht es mit dem Impfen? Entzündliches Rheuma ist eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet, dass die körpereigene Immunabwehr sich gegen den eigenen Organismus wendet. Dieser reagiert mit Entzündungen und löst damit einen Rheumaschub aus. Bestimmte Medikamente wie Basistherapeutika oder Biologika können diese Entzündungsreaktionen hemmen. Haben sie also auch Einfluss auf die Impfreaktion? Die Fachgesellschaft kann das für die meisten Therapien nicht bestätigen und rät Rheumatikern, sich impfen zu lassen.

Zwar ist noch nicht viel darüber bekannt, wie wirksam und sicher die zugelassenen Corona-Impfstoffe für Rheuma-Patienten sind. Der Grund dafür ist, dass Menschen mit Vorerkrankungen von den Zulassungsstudien ausgeschlossen waren. Doch es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass Menschen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung Probleme mit einer Impfung haben können. Wichtig bleibt die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

(vo)