CBD-Öl und seine medizinische Wirkung

Berlin: CBD-Öl und seine medizinische Wirkung

Der Begriff CBD-Öl ist in aller Munde. Insbesondere Patienten schwören auf das aus Hanfsamen gewonnene Öl, das aufgrund seiner Zusammensetzung unterschiedliche Krankheitsbilder lindern soll.

Konnten bestimmte Erkrankungen bisher nur durch starke Arzneimittel behandelt werden, soll CBD-Öl nun Abhilfe schaffen. Hanf enthält verschiedene Wirkstoffe, die seit Jahrhunderten für den medizinischen Gebrauch bedeutend sind. Da die Wirkstoffe bei verschiedenen Hanfpflanzen jedoch in anderen Verhältnissen enthalten sind, ist jedes Gewächs für andere medizinische Gebiete anwendbar.

In der Medizin ist in erster Linie das Hanfgewächs mit einem hohen Anteil des Cannabinoids Cannabidiol von Bedeutung. Der Vorteil des CBD-Öls: aufgrund des geringen THC-Gehalts belaufen sich psychoaktive Effekte auf ein Minimum, weswegen das Öl legal gehandelt werden darf.

Die Herstellung von CBD-Öl

Das Extrakt wird entweder aus den Blüten der Cannabispflanze gewonnen. Dabei setzt sich das finale Öl aus zwei unterschiedlichen Bestandteilen zusammen. Der Hauptbestandteil ist das Hanfsamen-Öl, das in besonderen Öl-Mühlen aus Hanfpflanzen-Samen kalt gepresst.

Weiterhin besteht CBD-Öl aus CBD-Extrakt. Diese Zutat wird über eine Destillation von Hanfblüten bzw. Hanfknospen in Alkohol gewonnen. Diese Kombination aus beiden Bestandteilen ergibt zusammen das CBD-Öl. Oft wird das Öl noch mit anderen Ölen wie MCT-Öl verdünnt.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete im Überblick

CBD ist ein vielseitig verwendbarer Wirkstoff, der sich als Nahrungsergänzungsmittel bewährt hat. Weiterhin kommt die Substanz in der Schönheitspflege zum Einsatz. Mediziner setzen CBD-Öl ebenfalls zunehmend zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder ein. Beispielsweise wird CBD-Öl erfolgreich in der entzündungsbedingten Schmerztherapie genutzt.

In Anlehnung an die Wirkungsweise von synthetischen Schmerzmedikamenten soll CBD eine Hemmung der Herstellung entzündungsfördernder Gewebehormone bewirken. Zugleich soll das Cannabidiol CBD dabei behilflich sein, durch übermäßigen Alkoholkonsum entstandene Hirnschäden zu regulieren.

Eine Behandlung von Angstzuständen hängt in erster Linie von der Sorte des CBD-Öls ab. Doch angeblich sollen erste Studien belegen, dass mit CBD behandelte Patienten deutlich weniger ängstlich sind und sich generell wohler fühlen.

Die Wirkung von CBD-Öl in der Krebstherapie

Die Behandlung von Krebserkrankungen soll CBD-Öl ebenfalls positiv beeinflussen. Wissenschaftler bestätigen, dass der Wirkstoff eine Deaktivierung des Gens zur Bildung von Krebszellen auslöst. Aus diesem Effekt schließen Forscher, dass Cannabis ein Wachstum von Krebszellen stoppt und zudem zur Linderung der Krankheitssymptome beiträgt. Weiterhin kommt CBD-Öl bei der Therapie von Alzheimer, Magen-Darm-Krankheiten, Epilepsie, Stress sowie Menstruationsbeschwerden zum Einsatz.

Hoffnungsvoll, aber nicht offiziell bestätigt

Die Wirkungsweise des CBD-Öls auf die Gesundheit macht Hoffnung. Dennoch sollten sich Anwender vor Augen führen, dass bisher noch keine offiziellen Studien zum positiven Effekt der Substanz bestehen. Ein Großteil der dem Öl zugeschriebenen Wirkungen basiert größtenteils auf Erfahrungen von Patienten.

Deshalb sind die Wirkungen nicht 100%ig zuverlässig. Doch sicherlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Studienergebnisse durch offizielle Seiten bestätigt werden. Aufgrund der fehlenden Langzeitstudien sollten Interessenten etwas Vorsicht walten lassen und die Arzneimittel nicht wahllos einnehmen.

(rd)
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