Hamburg: Bürger fürchten sich am meisten vor Krebs

Hamburg: Bürger fürchten sich am meisten vor Krebs

Krebs macht den Bundesbürgern einer Umfrage zufolge am meisten Angst: 73 Prozent erklärten in einer Forsa-Befragung im Auftrag der Krankenkasse DAK, sie fürchteten sich vor einer Tumorerkrankung.

Mit 81 Prozent überdurchschnittlich hoch war dabei der Anteil jüngerer Menschen. Trotz der Angst vor Krebs nutzen aber nur drei von vier Frauen (74 Prozent) und nicht einmal jeder zweite Mann (46 Prozent) die Möglichkeit der Krebsvorsorge.

Die Furcht vor einem Herzinfarkt findet sich mit 45 Prozent erst auf Platz fünf wieder, obwohl schwere Herzkrankheiten die mit Abstand häufigste Todesursache sind.

Der Angst vor Krebs folgt zunächst die vor einem Unfall mit Verletzungen (53 Prozent), dem Schlaganfall (52 Prozent) sowie vor Demenz und Alzheimer (50 Prozent).

36 Prozent fürchten sich vor einem Bandscheibenvorfall, 30 Prozent vor einer psychischen Erkrankung, gefolgt von einer schweren Lungenerkrankung (26 Prozent) und Diabetes (20 Prozent).

Der Umfrage zufolge ist die Angst vor Krankheiten je nach Alter sehr unterschiedlich. Mit 81 Prozent fürchten sich zum Beispiel die 14- bis 29-Jährigen am meisten vor Krebs. Auch die Sorge vor Unfällen oder einer psychischen Erkrankung ist bei jüngeren Menschen größer als bei älteren. Bei den Befragten über 60 Jahre ist demgegenüber die Angst vor Krebs(63 Prozent)und die vor Demenz(59 Prozent)fast gleich groß.

Vorsorgeangebote nutzen Frauen weitaus häufiger als Männer. Dies gilt nicht nur bei der Krebsprävention, sondern auch beim Herz-Kreislauf-Check, den 48 Prozent der Frauen, aber nur 39 Prozent der Männer wahrnehmen.

80 Prozent der Befragten treiben nach eigenen Angaben regelmäßig Sport, um Krankheiten vorzubeugen. Geringer Alkoholkonsum und gesunde Ernährung werden fast genauso häufig genannt.

85 Prozent der Befragten schätzten ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein. Auch hier fällt der Unterschied zwischen den Altersgruppen auf: 45 Prozent der 14- bis 29-Jährigen bewerteten ihre gegenwärtige Gesundheit als sehr gut, aber nur 17 Prozent der Befragten über 60 Jahre. Forsa befragte im Auftrag der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) zwischen dem 11. und dem 29. Oktober 3.015 Personen.