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Berlin: Brauereien wollen gegen Kampftrinken vorgehen

Berlin : Brauereien wollen gegen Kampftrinken vorgehen

Die deutschen Brauereien wollen gegen das Kampftrinken vor allem von Jugendlichen vorgehen. Nötig seien runde Tische in Zusammenarbeit mit Städten, Gemeinden und Landkreisen, um Kampagnen, Broschüren und Veranstaltungen zu erarbeiten, teilte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Peter Hahn, am Donnerstag in Berlin mit.

Der Brauerverband legte ein Papier mit Vorschlägen für Kommunen vor, um Alkoholmissbrauch zu vermeiden. Alle Beteiligten müssten ihre Verantwortung wahrnehmen. Weitere Verbote und Verkaufseinschränkungen lehnten die Brauereien ab. Sie setzen dagegen auf mehr Aufklärung.

Jeder vierte Jugendliche betrinkt sich mindestens einmal pro Monat bis zum Umfallen, hatte der Drogen- und Suchtbericht 2008 der Bundesregierung ergeben. Zwei Jahre zuvor hatte nur jeder fünfte Jugendliche einmal pro Monat einen Vollrausch. Die Bundesregierung will voraussichtlich noch 2008 über einen Maßnahmenkatalog beraten.

Die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) fordert von der Alkoholwirtschaft eine bessere Selbstkontrolle mit Blick auf Werbung. Die Unionsfraktion dringt auf ein generelles Alkoholverbot für Minderjährige. Experten des Nationalen Drogen- und Suchtrates hatten unter anderem ein Alkoholverbot an Tankstellen und eine Steuererhöhung vorgeschlagen.