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Berlin: Blick aufs Etikett: Mehr Verbraucher greifen zu fettarmen Produkten

Berlin : Blick aufs Etikett: Mehr Verbraucher greifen zu fettarmen Produkten

Immer mehr Verbraucher greifen nach Angaben der deutschen Lebensmittelwirtschaft im Supermarktregal zu zuckerarmen oder fettreduzierten Produkten.

Die Nachfrage nach Lebensmitteln wie fettarmen Milchprodukten oder Getränken ohne Zucker sei zwischen 2002 und 2007 um rund 17 Prozent gestiegen, sagte Theo Spettmann, Präsident des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) am Mittwoch in Berlin. Das Angebot im Handel sei im gleichen Zeitraum um rund 33 Prozent gewachsen - bis hin zu fettreduzierten Chips.

Die neuen Zahlen der Lebensmittelwirtschaft beruhen auf einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts GfK. Dorthin melden rund 20 000 Haushalte in Deutschland ihre Einkäufe über einen Scanner, der die Strichcodes erfasst. „Der Erfolg dieser Produkte ist Motor für weitere Entwicklungen”, ergänzte Spettmann. „Manche Wurst hat heute 76 Prozent weniger Fett als in den 70er Jahren.”

Nach der GfK-Studie sind in Supermärkten - die Discounter ausgenommen - inzwischen rund 60 Prozent der Lebensmittel mit Angaben über ihren Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratgehalt gekennzeichnet. Für diese Angaben nahmen die Marktforscher im September rund 13.800 Artikel in Einkaufsregalen in Augenschein. Weiterführende Informationen über Kalorien, Energieangaben pro Portion oder Angaben über die wünschenswerte Tageszufuhrmenge nannte Spettmann allerdings „entwicklungsbedürftig”.

Die Lebensmittelwirtschaft betonte, dass kalorienarme Lebensmittel die traditionellen Produkte nicht verdrängen sollten. Dem Verbraucher stehe die freie Wahl zu. „Nicht jeder hat Gewichtsprobleme”, ergänzte Spettmann. Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft.