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Kirchheim: Bei verschleppter Virusinfektion droht Herzmuskelentzündung

Kirchheim : Bei verschleppter Virusinfektion droht Herzmuskelentzündung

Sportbegeisterte Menschen fordern ihren Körper immer wieder aufs Neue, selbst dann, wenn sie erkältet sind. Doch Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen, rät zur Vorsicht.

„Bei einem Infekt, insbesondere wenn er mit Fieber einhergeht, sollte man sich schonen. Körperliche Belastungen und auch Sport sind in dieser Phase unbedingt zu vermeiden. So viele Tage, wie man Fieber hatte, muss man sich auch nach dem Abklingen des Fiebers erholen, bevor es langsam wieder losgeht.”

Denn insbesondere Viren, die beispielsweise eine Erkältung auslösten, könnten auch den Herzmuskel befallen, erklärt der Kardiologe aus Kirchheim unter Teck. „Dies heilt wie der eigentliche Infekt meist folgenlos aus.”

Doch gibt man seinem Körper nicht genug Zeit, um sich zu erholen, könne sich daraus eine Herzmuskelentzündung entwickeln. „In diesem Fall nimmt die körperliche Belastbarkeit ab. Schon bei geringer Anstrengung leidet man unter Atemnot”, erläutert Smetak. Herzstolpern oder Herzrasen können hinzukommen.

Grundsätzlich empfiehlt der Kardiologe: „Wer merkt, dass sich der Körper nach einer Virus-Erkrankung nicht so schnell regeneriert, wie das normalerweise der Fall ist, wer bei sich selbst ein Herzstolpern feststellt oder beim Treppensteigen keine Luft mehr bekommt, der sollte dies unbedingt von einem Arzt abklären lassen. Der Arzt macht dann ein EKG, eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und eventuell auch ein Langzeit-EKG.” Möglicherweise müsse eine Herzmuskelentzündung dann mit Medikamenten therapiert werden.