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Leverkusen: Bei Atemnot oder Herzrasen nach Insektenstich sofort Notarzt rufen

Leverkusen : Bei Atemnot oder Herzrasen nach Insektenstich sofort Notarzt rufen

Rötungen, Schwellungen und ein Juckreiz an der Einstichstelle sind grundsätzlich noch kein Hinweis auf eine Insektenstichallergie.

Diese Symptome nach einem Stich von Wespe, Biene oder anderen Insekten seien zwar unangenehm, sollten aber nicht weiter beunruhigen, erklärt der Allergologe Norbert Mülleneisen aus Leverkusen.

Anders sieht es aus, wenn sogenannte Fernreaktionen hinzukommen: „Wenn Beschwerden auch an anderen Körperstellen auftreten oder es gar zu Atmnot, Herzrasen und Luftnot kommt, liegt der sehr ernste Fall einer Insektenstichallergie vor.” Dann müsse schnellstmöglich ein Notarzt gerufen werden.

„Betroffene, die bereits wissen, dass sie unter einer Insektenstichallergie leiden, sollten immer eine Adrenalinspritze, Kortison und ein Antihistaminikum bereit haben - und dies nach einem Insektenstich schnellstmöglich einnehmen”, rät der Mediziner. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte man die betroffene Körperstelle kühlen und möglichst Ruhe bewahren: „Indem man aufgeregt um sich schlägt, reizt man das Insekt nur noch mehr. Dann sticht es möglicherweise noch einmal zu.”

„Zur Vorbeugung sollten Insektenstich-Allergiker niemals barfuss durch eine Wiese laufen”, rät Mülleneisen. Denn Bienen sitzen gerne im Klee und viele Wespen leben in Bodenlöchern. Außerdem sollten sich Betroffene nicht in der Nähe von blühenden Blumen, reifen Früchten, Fallobst oder Abfallkörben aufhalten - denn auch hier tummeln sich viele Insekten.