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Berlin: Bätzing: Nichtraucherschutzgesetze bewahren Jugend vor Nikotinsucht

Berlin : Bätzing: Nichtraucherschutzgesetze bewahren Jugend vor Nikotinsucht

Die neuen Nichtraucherschutzgesetze in Deutschland bewahren nach Überzeugung der Bundesregierung insbesondere junge Leute vor einer folgenschweren Nikotinsucht.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), wies am Freitag aus Anlass des Weltnichtrauchertages am 31. Mai auf die rückläufigen Raucherzahlen unter Jugendlichen hin. Gerade für junge Menschen sei der schnelle Ausstieg wichtig, bevor es sich zu einer langjährigen Sucht entwickelt, betonte die SPD-Politikerin.

Sie fügte hinzu, wenn durch Rauchverbote weniger in der Öffentlichkeit geraucht werde, habe dies „offensichtlich eine positive Wirkung auf Jugendliche”. Bätzing verwies auch auf eine neue Studie aus den USA, derzufolge Rauchverbote in Gaststätten Jugendliche davor bewahrten, dauerhaft Raucher zu werden.

In Orten mit Rauchverboten liege die Raucherquote bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren um 40 Prozent niedriger gegenüber Orten ohne Verbote. Auch Umfragen in Deutschland zeigten erste positive Wirkungen auf das Rauchverhalten nach Einführung der Nichtraucherschutzgesetze. Danach hätten 15 Prozent das Rauchen beendet und 16 Prozent ihr Rauchen deutlich eingeschränkt.

Weitere 14 Prozent hätten sich fest vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Erfreulich sei zudem, dass die Nichtraucherschutzgesetze nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes nicht zu einer wirtschaftlichen Belastung für die Wirte würden, sondern in der Gastronomie eher zu einer positiven Umsatzentwicklung beitrügen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte, sie hoffe, dass die Nichtraucherschutzgesetze in den Ländern noch mehr Menschen dazu animierten, mit dem Rauchen aufzuhören. Denn Rauchen sei „das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko.”