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Wiesbaden: Allergieexperten setzen bei Heuschnupfen auf schnelle Therapien

Wiesbaden : Allergieexperten setzen bei Heuschnupfen auf schnelle Therapien

Zur Behandlung von Heuschnupfen setzen Allergieexperten große Hoffnungen auf schnell wirkende Therapien. Eine sogenannte Cluster-Immuntherapie könne das gestörte Immunsystem innerhalb weniger Tage aktivieren und so die allergische Reaktion abschalten, sagte der Wiesbadener Allergologe Prof. Ludger Klimek, der eine Tagung von Allergie-Spezialisten am Samstag in Eltville organisiert hatte.

„Je frühzeitiger und je geringer die Beschwerden, desto besser wirkt sie”, sagte Klimek in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nur eine rechtzeitige Therapie könne Dauerschäden an den Atemwegen und Asthma verhindern, sagte der Arzt, der am Allergie-Zentrum Wiesbaden arbeitet.

Nach seinen Angaben leiden in Deutschland inzwischen 37 Millionen Menschen unter Allergien - „mit steigender Tendenz”. Neben der Vererbung von Eltern auf Kindern spielten dabei vor allem Umwelteinflüsse eine Rolle. Insgesamt nehme die Belastung der Bevölkerung mit Allergieauslösern zu. Früher sei die „Heuschnupfen- Saison” von März bis Juli gegangen. „Inzwischen fängt es ja fast schon Weihnachten mit dem ersten Haselpollenflug an”, sagte der Allergologe. Zudem gebe es neue Verursacher wie die nach Deutschland eingeschleppte Ambrosia (Beifußblättriges Traubenkraut), die bis in den November ihre aggressiven Pollen verbreite.

An dem Symposium im Kloster Eberbach nahmen mehr als 500 Spezialisten für Allergien, Nasennebenhöhlenerkrankungen, Asthma und kindliche Atemwegserkrankungen teil. Im Mittelpunkt standen neue Forschungsergebnisse für die Behandlung von Allergien und Atemwegserkrankungen.