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Düsseldorf: Allein und krank daheim: Bei Kasse nach Extra-Krankenpflege fragen

Düsseldorf : Allein und krank daheim: Bei Kasse nach Extra-Krankenpflege fragen

Manche Erkrankung fesselt ans Bett oder zumindest ans Haus, ohne dass der Betroffene im Krankenhaus behandelt werden müsste. Wer dann niemanden hat, der ihm bei der Körperpflege oder beim Essen hilft, sollte bei seiner Krankenkasse nach bezahlter Unterstützung fragen. Einen Teil der Kosten müssen gesetzlich Versicherte allerdings selbst tragen.

Den Verbraucherschützern zufolge sind die Leistungen der Kassen sehr unterschiedlich. So finanzieren manche zwei Wochen, andere bis zu sechs Monate eine tägliche Grundpflege. Meist kommen sie für höchstens 60 Minuten am Tag auf, einige wenige aber auch für die doppelte Zeit.

Schwer erkrankte gesetzlich Versicherte mit Kindern unter zwölf Jahren können außerdem eine Haushaltshilfe beantragen, wenn niemand sonst die Aufgaben des Erkrankten im Haushalt und bei der Kinderbetreuung übernehmen kann. Manchmal gibt es Unterstützung auch, wenn die Kinder bis zu 14 oder 16 Jahre alt sind. Nur etwa die Hälfte der Kassen gewähren eine Haushaltshilfe auch dann, wenn keine Kinder im Haushalt leben, erläutern die Verbraucherschützer.

Beim Wechsel in eine neue Kasse sollten Versicherte genau vergleichen, unter welchen Bedingungen Grundpflege und Haushaltshilfe bewilligt werden können. Für chronisch Kranke ist wichtig zu prüfen, ob die neue Kasse eine Unterstützung nicht ausschließt für den Fall, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert.

Voraussetzung für eine bezahlte Unterstützung daheim ist nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, dass ein Arzt die Notwendigkeit dieser Hilfe bescheinigt.

(dpa)