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Hamburg: Abwechslung beim Joggen und Wandern: Auf Trimm-Dich-Pfaden durch das Gelände

Hamburg : Abwechslung beim Joggen und Wandern: Auf Trimm-Dich-Pfaden durch das Gelände

Sie sehen aus wie Spielplätze für Erwachsene. Hier und da sieht man die Stationen der „Trimm-Dich-Pfade” noch beim Spazierengehen oder Wandern: Stangen für Klimmzüge zum Beispiel oder Baumstümpfe zum Drüberhüpfen.

Doch was in den 70er-Jahren vom Deutschen Sportbund (heute Deutscher Olympischer Sportbund, DOSB) entwickelt wurde, ist inzwischen von Modesportarten wie Nordic Walking oder Inline Skaten fast verdrängt worden. „Dabei sind auch Trimm-Dich-Pfade eine gute Möglichkeit, das gesamte Herz-Kreislauf-System, die Beweglichkeit und die Muskulatur zu schulen”, betont Gerhard Bergel von der Beratungsstelle für Breiten- und Freizeitsport im DOSB.

Einige scheinen die Parcours wieder zu entdecken. „Ich bekomme regelmäßig Anfragen von Gemeinden, Krankenkassen und Sportvereinen, die sich für unser Konzept interessieren”, erzählt Bergel. Das sei inzwischen überarbeitet worden. „Früher wurden die Stationen im Abstand von jeweils 200 Metern aufgebaut. Heute wird eine Laufeinheit von 2000 bis 3000 Metern empfohlen - erst danach folgen die Übungen”, erklärt der Experte. Dadurch soll ein größerer Trainingseffekt erzielt werden. Die Mustertrimmparks lassen sich aber nach individuellen Möglichkeiten und Wünschen umgestalten.

„Wichtig ist, dass der Spaß im Vordergrund steht”, unterstreicht Gerhard Bergel. Auch die ganze Familie könne die Geräte zusammen ausprobieren. „Es gibt beispielsweise Geräte mit Sprossen, an denen sich Kinder entlanghangeln können.” Das sei eine gute Koordinationsübung. Eltern sollten ihren Jüngsten Hilfestellungen geben. Auf dem Boden liegende Stämme können die Kleinen zum Hüpfen oder Bockspringen nutzen.

„Man sollte darauf achten, dass die Gelenke und die Wirbelsäule nicht überstrapaziert werden”, sagt der Fachmann. Deshalb seien vier von insgesamt 14 ursprünglich empfohlenen Stationen heute nicht mehr im Programm. „Nach neuen sportmedizinischen Erkenntnissen ist eine bestimmte Sit-up-Übung, die auf einem Balken ausgeführt wurde, nicht ratsam”, führt Bergel aus. Die Beine wurden dabei unter einen etwas entfernt stehenden Balken geklemmt. „Wenn man sich dann zu weit nach hinten beugt, können die Bauchmuskeln überdehnt werden.”