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Berlin: Abwarten ist bei Prostatakrebs meist das Beste

Berlin : Abwarten ist bei Prostatakrebs meist das Beste

In vielen Fällen ist nach einer frühzeitigen Diagnose von Prostatakrebs Abwarten die beste Option. Denn die wenigsten Tumore seien so ausgedehnt und aggressiv, dass sie umgehend operiert werden müssen. Darauf weist die Stiftung Männergesundheit in Berlin hin.

Viele Männer entschieden sich aber aus Unwissenheit, Aktionismus und Verunsicherung dennoch für eine OP, die häufig zu Impotenz und Inkontinenz führe.

Eine Auswertung zahlreicher Studien habe gezeigt, dass einige Patienten erst später, die meisten aber gar nicht operiert werden mussten, wenn sie abwarteten. Diese Zeit der sogenannten Aktiven Überwachung (Active Surveillance, AS) sollten Männer nicht als Nichtstun empfinden, sondern als „kluge Aktivstrategie”. Das betont Prof. Lothar Weißbach, wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung. Ein neues Internetportal zur AS soll Männern helfen, sich über diesen und andere Behandlungswege bei Prostatakrebs zu informieren.

(dpa)