München: Zahnzusatzversicherung: Policen für einen bezahlbaren Zahnersatz

München: Zahnzusatzversicherung: Policen für einen bezahlbaren Zahnersatz

Seit 2005 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nur noch bestimmte Festsätze für den Zahnersatz, was in der Regel dazu führt, dass man bei seinem Zahnersatz einen Teil der Kosten selbst übernehmen muss. Grund genug für viele gesetzlich Versicherte, über den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung nachzudenken.

Aber worauf kommt es dabei an? Das Leistungsspektrum der Zahnzusatzversicherung ist ziemlich groß, wobei es vor allem auf den Tarif ankommt, den man auswählt. So gibt es durchaus Tarife, die lediglich die Regelversorgung der gesetzlichen Kasse aufstocken und dafür sorgen, dass man für die günstigen Lösungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechend weniger oder sogar gar nichts mehr dazu bezahlen muss. Darüber hinaus gibt es aber Zahnzusatzversicherungen, die Tarife für höherwertigen Zahnersatz anbieten.

So kann man statt einfachen Brücken auch Zahnimplantate wählen, die in der Regel komfortabler, aber auch wesentlich teurer sind. Da man von der gesetzlichen Kasse aber maximal 65 Prozent der Kosten für die Brücke erstattet bekommt, müsste man den Differenzbetrag und die Mehrkosten für das Implantat komplett selbst bezahlen.

Einige sehr leistungsfähige Tarife der Zahnzusatzversicherung wie beispielsweise der Tarif ZG der Barmenia (Testsieger bei Stiftung Warentest) setzen hier an und bezahlen bis zu 85 Prozent des Rechnungsbetrages, wobei die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung angerechnet werden. Weitere Leistungen im Bereich der Zahnzusatzversicherung können sich auf professionelle Zahnreinigungen, Kosten für Kieferorthopädie und natürlich auch auf hochwertige Inlays ausweiten, wobei es auch hier auf die richtige Tarifwahl ankommt.

Je nach eigenem Anspruch und auch der Gesundheit der eigenen Zähne kann die Wahl also auf eine jeweils andere Zahnzusatzversicherung fallen. Man sollte dabei jedoch beachten, dass ein guter Zahnersatz ein Stück besonders wichtige Lebensqualität darstellt, so dass es letztendlich ein Fehler sein kann, hier zu sehr an den Leistungen zu sparen.

Die Kosten für einen bestimmten Tarif hängen vor allem vom Alter des potenziellen Kunden ab, denn da im Alter das Risiko steigt, bald Zahnersatz zu benötigen, steigen natürlich auch die Beiträge entsprechend. Wer also relativ früh eine Zahnzusatzversicherung abzuschließt, kann mit niedrigen Beiträgen rechnen, die je nach Tarif schon bei 4 bis 5 Euro im Monat beginnen und bis zu 40 Euro monatlich steigen können, wobei die Obergrenze im Normalfall nur für wirklich leistungsstarke Tarife gilt, die wirklich bis zu 90 Prozent des Rechnungsbetrags für höherwertigen Zahnersatz übernehmen.

Um die Ausgaben der Versicherer zu begrenzen und die Beiträge bezahlbar zu halten, werden die Leistungen in den ersten Jahren des Öfteren gestaffelt und es gibt bestimmte Maximalbeträge, die in diesen Fällen gelten. Alle Kosten für Zahnersatz, die bei einer Behandlung in dieser Zeit darüber hinaus gehen, muss man aus eigener Tasche bezahlen. Ausgenommen sind davon fast immer Unfallverletzungen. Andere Versicherer haben eine generelle Wartezeit in ihre Tarifmodelle eingebaut, so dass man im ersten Jahr oder in den ersten 8 Monaten beispielweise bis auf Unfallleistungen überhaupt keine Erstattungen erhält.

Die Zahnzusatzversicherung ist laut Versicherungsexperten eine der Versicherungen, die für sehr viele Personen zum Pflichtprogramm gehören sollte. Dies liegt einfach daran, dass die Wahrscheinlichkeit, später einen entsprechenden Bedarf an Zahnersatz zu haben, sehr hoch ist und von Seiten der gesetzlichen Kasse eine ziemlich große Versorgungslücke besteht. Wer allerdings noch sehr jung ist und nie Probleme mit der Zahngesundheit hatte, sollte sich überlegen, eine Zahnzusatzversicherung vielleicht erst später abzuschließen, da bei einem entsprechend guten Gesundheitszustand der eigenen Zähne die Versicherungsbeiträge auch mit über 30 Jahren noch sehr niedrig liegen können und man somit 10 Jahre spart.