Was erstatten Paketdienste im Schadensfall?

Paketversicherung : Was erstatten Paketdienste im Schadensfall?

Milliarden an Sendungen werden alljährlich von einem Haushalt zum nächsten verschickt. Niemand ist vor Verlusten der Pakete gefeit. Wer sich vor diesem unangenehmen Ereignis schützen möchte, muss das Versandgut versichern lassen.

Allerdings hängen die Konditionen vom jeweiligen Dienstleister ab.

Geringe Preisunterschiede zwischen versicherten und nichtversicherten Paketen

Ein Beispiel sind die Angebote der DHL. Das Unternehmen unterscheidet zwischen einem versicherten Versand für Pakete und einem unversicherten Versand für Päckchen. Der Unterschied zwischen beiden Systemen besteht darin, dass unversicherte Sendungen nicht elektronisch nachverfolgt werden können und dadurch automatisch keine Sendungsnummer erhalten. Dadurch kann nicht exakt festgestellt werden, wann und wo das Paket verloren gegangen ist.

Zu diesem Thema raten Experten an, sich stets für einen versicherten Versand zu entscheiden. Die Kosten zwischen beiden Angeboten unterscheiden sich nur marginal. Doch der Sicherheitsaspekt ist wesentlich besser. Ein Vergleich: eine unversicherte Sendung mit maximalen Abmessungen von 15 x 30 x 30 cm kostet 3,89 Euro. Für die versicherte Variante werden Gebühren von 4,99 Euro abgerechnet.

Verschiedene Versicherungspakete unterschiedlicher Anbieter

Im Regelfall stellen alle Paketdienste eine derartige Transportversicherung zur Verfügung. Allerdings unterscheiden sich die Angebote hinsichtlich ihrer Preise und des Versicherungswertes. Beispielsweise decken Hermes, UPS sowie DHL Beschädigungen von maximal 500 Euro ab. In Relation dazu können Kunden von TNT oder GLS die Pakete günstiger versenden. Der Grund: diese Dienstleister übernehmen einen Erstattungswert von bis zu 750 Euro. Allerdings wird in jedem Fall nur der Betrag erstattet, dessen Wert in dem Paket enthalten gewesen ist.

Auf Details achten

Trotz der Versicherung gehen die Absender der Pakete dennoch einige Verpflichtungen ein. Beispielsweise lehnen Transportdienstleister eine Kostenübernahme ab, wenn die Pakete nicht sicher und geschützt verpackt gewesen sind.

Da jeder Anbieter andere Verpackungsrichtlinien festlegt, ist es wichtig zu wissen, welche Voraussetzungen im Einzelnen für eine Rückforderung des Geldes erfüllt sein müssen. Deshalb ist es ratsam, den Erhalt des Pakets erst nach dessen Kontrolle zu unterschreiben. Anderenfalls droht das Risiko, dass der Anspruch auf Schadenersatz ansonsten entfällt.

Kaufbelege aufbewahren

Schließlich sollte sich jeder Kunde vor Augen führen, dass Paketdienste bemüht sind, den eingeforderten Wert der Paketinhalte anzuzweifeln und zu mindern. Umso wichtiger ist es, stets die Kaufbelege aufzubewahren und den aktuellen Zeitwert zu bestimmen.

Falls der Wert des Paketinhalts den Versicherungswert übersteigt, ist eine zusätzliche Versicherung über Drittanbieter empfehlenswert. Allerdings raten Versicherungsexperten erst zu diesem Schritt, wenn sich der Paketinhalt auf einen vier- oder gar fünfstelligen Wert bezieht.

(vo)
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