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Berlin: Versicherungsmakler von Privatkunden: Keine extra Vergütung

Berlin : Versicherungsmakler von Privatkunden: Keine extra Vergütung

In der Regel erhält ein Versicherungsmakler eine Provision vom Versicherer, wenn er einem Kunden erfolgreich einen Vertrag vermittelt hat. In solchen Fällen kann er vom Kunden keine extra Vergütung verlangen. Das gilt insbesondere, wenn der Kunde den Makler als Privatperson aufsucht.

Das entschied das Amtsgericht Charlottenburg (Az.: 215 C 318/15), wie die Zeitschrift „Das Grundeigentum” berichtet (Heft 12/2016).

Im konkreten Fall beauftragte eine selbstständige Restauratorin eine Maklerin. Diese sollte ihr eine private Rechtsschutzversicherung vermitteln. Beide schlossen einen Maklervertrag dazu ab, zunächst gab es eine extra Vergütungsvereinbarung. Diese kündigte die Kundin, nachdem sie die Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hatte. Dagegen klagte die Maklerin.

Die Richter wiesen ihre Klage ab. Die Vergütungsvereinbarung sei unwirksam. Außerdem sei keine stillschweigende Einigung zustande gekommen. Denn üblicherweise erhalten Makler ihre Provisionszahlung vom Versicherungsunternehmen und nicht vom Verbraucher. Die Kundin sei als Privatperson einzustufen - sie wollte eine private Rechtsschutzversicherung. Die Maklerin könne ihr gegenüber also nicht einen Vergütungsanspruch geltend machen.

(dpa)