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München: Verpflegungspauschale bei doppelter Haushaltsführung auf Prüfstand

München : Verpflegungspauschale bei doppelter Haushaltsführung auf Prüfstand

Wer aus beruflichen Gründen umziehen muss und am alten Wohnort verwurzelt bleibt, der kann die zusätzlichen Kosten am neuen Arbeitsort steuerlich geltend machen.

Neben der doppelten Miete sind das vor allem auch Pauschalbeträge für die zusätzlichen Lebenshaltungskosten. Diese Verpflegungspauschbeträge sind bisher jedoch nur für drei Monate absetzbar. Ein Steuerzahler war damit nicht einverstanden und wollte die Pauschalen für einen unbegrenzten Zeitraum bewilligt bekommen.

Während das Finanzgericht Baden-Württemberg (EFG 2007, Seite 1500) das Ansinnen ablehnte und auch die Revision zum Bundesfinanzhof nicht zulassen wollte, hat der Bundesfinanzhof (AZ: VI R 10/08) selbst auf die Beschwerde des Mannes hin die Revision zugelassen.

Steuerzahler sollten deshalb die Pauschalen auch über drei Monate hinaus geltend machen, um im Falle einer positiven Entscheidung des Bundesfinanzhofes davon zu profitieren. Das Finanzamt muss das Verfahren auf den Antrag des Steuerzahlers hin ruhen lassen, bis der Bundesfinanzhof entschieden hat.