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Vermögensaufbau mit ETF-Sparplänen

Geldanlage für Börsenneulinge : Vermögensaufbau mit ETF-Sparplänen

Sobald die Begriffe Geldanlage oder Vermögensaufbau fallen, glauben viele Menschen, hierbei handelt es sich um ein Buch mit sieben Siegeln. Doch so kompliziert, wie immer vermutet wird, ist das Ganze letztlich gar nicht.

Wer sich um seinen Vermögensaufbau oder um seine Altersvorsorge kümmern möchte und zu den Börsenneulingen zählt, für den bieten ETFs (Exchange Traded Funds) eine hervorragende Möglichkeit.

Da die ETFs sowohl günstig, als auch transparent sind, und zudem das hier investierte Kapital sehr breit über den Markt gestreut wird, bilden sie gerade für Einsteiger eine ausgezeichnete Möglichkeit, mit dem Vermögensaufbau zu starten. Um einen besseren Eindruck zu bekommen, finden sich hier einige Beispiele für ETF-Sparpläne, dem wohl einfachsten Weg um in ETFs zu investieren, denn hier wird regelmäßig ein festgelegter Betrag vom Konto abgezogen und in den gewünschten ETF investiert.

Allerdings muss auch immer im Hinterkopf behalten werden, dass die Geldanlage in ETFs mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Wer heutzutage eine Rendite erzielen möchte, muss sich aber auf jeden Fall mit dieser Anlageform auseinandersetzen.

So schafft man die optimalen Voraussetzungen für einen ETF-Sparplan

Der wichtigste und erste Schritt ist, dass man sich über seine eigene finanzielle Situation definitiv im Klaren sein muss. Das bedeutet auch, alle Eventualitäten, die im Leben in finanzieller Hinsicht passieren können, mit einzukalkulieren. Ein Puffer für unvorhersehbare Notfälle sollte immer auf dem Konto verbleiben. Der sogenannte "Notgroschen" sollte laut einer Faustregel ca. 3-6 Monatsgehälter umfassen. Ein Tagesgeldkonto eignet sich für diesen Fall am bestens, denn hierauf hat man jederzeit Zugriff.

Welches finanzielle Ziel wird angestrebt?

Um welche Art von Sparziel soll es sich handeln? Geht es um den Kauf eines Autos? Oder soll es um den Vermögensaufbau gehen? Die Sparziele sind sicher breit gefächert und ebenso individuell ist die finanzielle Herangehensweise.

Gerade für langfristige Anlagepläne mit einem Zeitraum ab 10 oder sogar 15 Jahren sind Investments am Aktienmarkt, somit natürlich auch ETFs, hervorragend geeignet. Klar ist, dass auch dieses Anlagemodell kurz- bis mittelfristig schwanken kann. Allerdings wird hier gerade über eine lange Laufzeit mehr Rendite erwirtschaftet als bei den meisten anderen Anlageformen.

Wieviel Geld soll in die Sparrate investiert werden?

Gerade wenn es um einen ETF-Sparplan geht, so lässt sich dieser bereits mit einer Sparrate von 25 Euro monatlich realisieren. Gerade für den Start ist das ein guter Betrag. Allerdings ist die Höhe auf Dauer sicher nicht ausreichend. Wie nun eine optimale Sparrate festgelegt wird, ist nicht immer ganz einfach. Zum einen muss sie ausreichend hoch sein, um die Rentenlücke in irgendeiner Weise abzudecken, und zum anderen darf sie das Alltagsleben natürlich nicht negativ beeinflussen. Hier muss sehr genau abgewogen werden, was möglich ist und was nötig ist.

Welchen Index soll mein ETF abbilden?

Sobald man sich für die Summe entschieden hat, die investiert werden soll, muss man sich entsprechend auf die Produktsuche machen. Es ist sehr ratsam für den Vermögensbaus mit ETFs auf Aktienindizes zu starten. Das liegt einfach daran, weil gerade Aktien auf lange Sicht die meiste Rendite bringen. Besonders zu Anfang sollte der abgebildete Index breit über Regionen und Branchen gestreut sein. Zu den Klassikern zählt hier der MSCI World. Hierin enthalten sind fast 1600 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Einen großen Vorteil hat man, wenn darüber hinaus auf den MSCI Emerging Markets (Schwellenländer) setzt. Auf diese Weise ist bereits ein Großteil der globalen Marktkapitalisierung abgedeckt.

Der ETF muss für den Sparplan bestimmt werden

Sobald also der gewünschte Index gefunden wurde, geht es nun darum, den passenden ETF zu finden. Gerade bei den bekannten Indizes, wie beispielsweise der MSCI World, stehen in der Regel mehrere ETF-Anbieter zur Auswahl. Wie überall, gibt es dennoch häufig deutliche Unterschiede bei den einzelnen Produkten. Dies sind die wichtigen Fragen, die es zu beantworten gilt.

  • Ist der ETF sparplanfähig?
  • Ist das Anlagevolumen des ETFs ausreichend?
  • Soll der ETF ausschüttend oder thesaurierend sein?
  • Wie soll die Replikationsmethode des ETFs aussehen?
  • Welche Anbieter gibt es und wo ist der ETF am günstigsten?

Ein Depot eröffnen

Jeder, der Wertpapiere kaufen und aufbewahren möchte, braucht zwingend ein Wertpapierdepot. Hier werden die ETF-Anteile sowohl eingebucht, als auch verwaltet. Das gilt übrigens auch bei einem ETF-Sparplan. Ein Depot ist sowohl bei einer Bank, einer Sparkasse oder auch bei Onlinebanken erhältlich. Häufig ist das Depot bei Onlinebanken sogar kostenlos. Dennoch muss man darauf achten, dass sich die Gebühren für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren deutlich unterscheiden können.

Den ETF-Sparplan einrichten

Der Einrichtung des ETFs steht nichts im Wege, sobald das Depot eröffnet, der ETF ausgewählt und die Sparrate bestimmt ist. Besonders einfach geht das Online. Man benötigt in der Regel die ISIN oder WKN (Wertpapierkennnummer) des gewählten ETFs. Außerdem wird abgefragt, an welchem Börsenplatz der ETF gehandelt werden soll. Auch wird die Information benötigt, ob man eine Dynamisierung wünscht. Hier geht es darum, ob sich die Sparrate regelmäßig um einen bestimmten Prozentsatz erhöhen soll.

(vo)