Düsseldorf: Verbraucherschützer kritisieren Wärmpepumpen-Werbung

Düsseldorf: Verbraucherschützer kritisieren Wärmpepumpen-Werbung

Bauherren und Sanierer sollten Angebote für energiesparende Wärmepumpen genau prüfen.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat bei der Prüfung von rund 130 Internetseiten verschiedener Wärmepumpenanlagen-Anbieter nach eigenen Angaben irreführende Angaben entdeckt.

In aller Regel werde verschwiegen, so die Verbraucherschützer, dass die beworbenen Spitzenwerte nur bei niedrigen Heizungs-Vorlauftemperaturen und in gut wärmegedämmten Gebäuden zu erreichen sind.

Auch die Angabe, dass Einsparungen bei Anlagen „bis 75 Grad Celsius Vorlauftemperatur möglich” seien, verschleiere, dass diese hohen Temperaturen zwar technisch durchaus zu erreichen sind - aber nur mit erheblichen Einbußen bei der Effizienz erkauft werden und sich in deutlich höherem Stromverbrauch niederschlagen. Die Verbraucherschützer mahnen daher mehr Transparenz an.

Gutgläubige Bauherren und Sanierer investierten aufgrund der Werbung oft in Anlagen, die in der Praxis weder die versprochene Energie noch Kosten einsparen, sagte NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller. Wärmepumpen als ökonomisch und ökologisch sinnvolle Heizungsalternative dürften aber nicht durch unlautere Werbeversprechen in Misskredit geraten.