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München: Telearbeitsplatz steuerlich absetzbar

München : Telearbeitsplatz steuerlich absetzbar

Wer als sogenannter Telearbeiter einen Teil seiner Arbeitszeit von zu Hause aus arbeitet, kann unter bestimmten Umständen sein heimisches Arbeitszimmer im vollen Umfang von der Steuer absetzen.

Das entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz. In dem Fall durfte ein Beamter die Kosten für das Home-Office voll absetzen, weil er gemäß der dienstlichen Vereinbarung an zwei Tagen pro Woche zu Hause tätig war. Er hatte mit seinem Dienstherrn vereinbart, dass er für die zwei Tage Heimarbeit zu Hause ein Büro vorhält. Das Finanzgericht sah in dem Fall das Home-Office weniger als ein klassisches häusliches Arbeitszimmer an.

Vielmehr habe es den Charakter eines Büros des Arbeitgebers, das daher steuerlich voll absetzbar sein muss. In vielen Jobs geht der Trend inzwischen zur Telearbeit. Steuerlich betrachtet heißt das: Der Arbeitgeber übernimmt in der Regel die Kosten für die Büroausstattung, die Telearbeiter selbst wollen die Kosten für das Home-Office steuerlich absetzen.

Allerdings erkennen die Finanzämter die Kosten oft nicht an. Bei einer Ablehnung durch das Finanzamt kann er sich auf das beim Bundesfinanzhof anhängige Revisionsverfahren (Aktenzeichen: VI R 40/12) berufen. Voraussetzung für die komplette steuerliche Anerkennung eines häuslichen Arbeitszimmers ist, dass für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Alternativ muss das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bilden.