Smartphone zu Weihnachten: Welches Handy passt?

Biallos Ratgeber: Süßer die Handys nie klingeln

Mobilfunkgeräte stehen als Weihnachtsgeschenke hoch im Kurs. Wer eines verschenkt, sollte aber die Ansprüche des zu Beschenkenden genau kennen.

Ein minderjähriges Kind braucht ein anderes Gerät als der Schwiegervater, der vielleicht noch gar keine Handy-Erfahrung hat. Wer sich unsicher ist, kann einfach einen Gutschein verschenken oder erst kurz vor dem Fest im Internet einkaufen. Denn online gekaufte Ware lässt sich innerhalb von zwei Wochen wieder zurückschicken.

Das passende Gerät finden: Wer sich für ein Smartphone entscheidet, entscheidet sich automatisch auch für ein bestimmtes Betriebssystem. Rund 71 Prozent der aktuellen Smartphones laufen über das Google-Betriebssystem Android und 28 Prozent sind iPhones und nutzen somit das Apple-System iOS. Als Einsteiger- und Mittelklasse-Geräte sind vor allem Android-Smartphones geeignet. Ordentliche Geräte gibt es für 200 bis 300 Euro. Wenn die Beschenkten bereits einen Apple-Computer nutzen, kann der Kauf eines iPhones sinnvoll sein. Das macht die Synchronisation von Terminen und Media-Daten wie Musik und Filmen wesentlich einfacher. Allerdings sind die aktuellsten iPhones, die Modelle XR, XS und XS Max, mit Preisen zwischen 849 Euro und 1649 Euro recht teuer. Wer nicht so viel Geld ausgeben will, kann sich stattdessen auch für das iPhone 8 entscheiden, das 2017 auf den Markt gekommen ist. Das iPhone 8 kann man aktuell für 400 bis 600 Euro kaufen.

Hilfe direkt mitverschenken: Möchte man seine Eltern oder Großeltern mit einem Smartphone beglücken, sollte man die technische Unterstützung am besten gleich dazu schenken. Wer nicht selbst vor Ort sein kann, könnte vielleicht Hilfe aus der Nachbarschaft organisieren oder einen Smartphone-Kurs buchen. Kinder sollten möglichst erst zwischen zehn und 13 Jahren ein eigenes Smartphone bekommen. Und auch nur dann, wenn die Eltern bereit sind, sich mit dem Thema zu befassen und passende Kinder- und Jugendschutz-Einstellungen vorzunehmen. Die iPhones verfügen über recht gute Kinderschutzeinstellungen. Für Android-Geräte sollte man zusätzliche Kinderschutz-Apps herunterladen.

Smartphone-Vertrag als Geschenk: Grundsätzlich kann man nur für sich selbst einen Mobilfunktarif abschließen, nicht für andere Menschen. Der Vertragsunterzeichnende trägt das volle Kostenrisiko, falls der Beschenkte beispielsweise teure Anrufe ins Ausland tätigt. Einige Mobilfunk-Unternehmen bieten für Familienmitglieder Partnerverträge an. „Allerdings sollten Verbraucher bedenken, dass bei möglichen Problemen mit einem Mobilfunkanbieter schlimmstenfalls alle Verträge betroffen sind“, sagt Anneke Voß von der Verbraucherzentrale Hamburg. Ebenfalls bedenklich: Sobald verschiedene Verträge über eine Person laufen, hat diese Zugriff auf alle Einzelverbindungsnachweise – kann also kontrollieren, wer wann mit wem telefoniert. „Darüber müssen die Beschenkten aus Datenschutzgründen in jedem Fall aufgeklärt werden“, so Voß.

Prepaid-Karten verschenken: Die sauberste Möglichkeit, eine Sim-Karte zu verschenken, ist in jedem Fall über einen monatlich kündbaren Prepaid- oder Post-Paid-Vertrag. In diesem Fall kauft der Schenkende einfach die Sim-Karte und überweist später die monatlichen Gebühren. Den gesamten Registrierungsvorgang übernimmt dann aber der Beschenkte.

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