Hemsbach: Seit April gelten verschärfte Bedingungen für Lebensversicherung

Hemsbach: Seit April gelten verschärfte Bedingungen für Lebensversicherung

Seit 2005 ist es bei neuen Lebensversicherungsverträgen nicht mehr erforderlich, dass eine Mindestsumme für den Fall des Todes vereinbart wird. So gibt es beispielsweise Verträge, bei denen im Todesfall nur ein Prozent über dem zu diesem Zeitpunkt angesammelten Vermögen ausgezahlt wird.

Obwohl so kaum ein Todesfallrisiko abgedeckt wird, profitieren diese Verträge dennoch von der vorteilhaften hälftigen Besteuerung am Ende der Laufzeit. Doch diese Lücke wurde mit dem Jahressteuergesetz 2009 geschlossen. Darauf weist das Internetportal steuerrat24.de hin.

Seit April 2009 müssen bei Vertragsabschluss die Versicherungsbedingungen einen Mindesttodesfallschutz vorsehen, damit die Versicherungen bei Fälligkeit nach einer Vertragslaufzeit von mindestens 12 Jahren und nach dem 60. Lebensjahr nur zur Hälfte versteuert werden müssen. So muss zum Beispiel laut steurrat24.de der Mindesttodesfallschutz bei Kapitallebensversicherungen mit laufender Beitragszahlung mindestens 50 Prozent der Beitragssumme über die gesamte Laufzeit betragen.

Bei anderen Kapitalversicherungen richtet sich dem Portal zufolge der Mindesttodesfallschutz nach dem Deckungskapital beziehungsweise dem Zeitwert des Vertrages und muss bei zehn Prozent liegen. Falls ein Neuvertrag den Mindesttodesfallschutz nicht enthält, entfällt zwar die hälftige Besteuerung am Vertragsende, nicht jedoch die Steuerfreiheit der laufenden Erträge während der Vertragslaufzeit. Der Steuerstundungseffekt bis zur Fälligkeit bleibt also erhalten.

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