1. Leben
  2. Geld

Traunstein: Schadensmeldungen müssen korrekt sein

Traunstein : Schadensmeldungen müssen korrekt sein

Wenn Versicherungsgesellschaften den Eindruck bekommen, dass der Versicherte bei der Schadensmeldung geflunkert hat, dann gehen umfangreiche Ermittlungen los.

Wie ein Urteil des Landgerichts Traunstein (AZ: 1 O 3232/08) zeigt, gehen diese nicht immer zu Gunsten des Versicherten aus. In dem Fall hatte ein Versicherter einen Einbruchsdiebstahl durch ein Fenster gemeldet, was die Versicherung nicht recht glauben mochte.

Die Richter schlossen sich dem an. Denn das eingeschlagene Fenster war nur auf einer kleinen Fläche beschädigt, die kaum reichte, um zum Öffnen des Fenster hindurchzugreifen, ohne sich dabei zu verletzen. Gleichzeitig befand sich das Fenster in einer Höhe von 1,66 Meter, sodass bei einer Breite von nur 45 Zentimetern ein Einstieg nur sehr schwer möglich gewesen wäre.

Auf dem Fensterbrett fanden sich zudem zwar kleine Glassplitter, die der vermeintliche Einbrecher jedoch beim Einstieg nicht berührt hatte - auch das sahen die Richter als sehr unwahrscheinlich an. Gleichzeitig wurde das Haus sehr zielgerichtet durchsucht und der Tresorschlüssel direkt am Aufbewahrungsort gefunden.

Auch das sprach nach Meinung der Richter gegen einen echten Einbruchsdiebstahl, sodass der Bestohlene den Schaden nicht von der Versicherung ersetzt bekam.