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Hamburg: Schadenersatz für Falschberatung bei geschlossenen Fonds prüfen

Hamburg : Schadenersatz für Falschberatung bei geschlossenen Fonds prüfen

Ein Kunde kann auf Schadenersatz klagen, wenn eine Bank ihn bei der Kaufempfehlung für einen geschlossenen Fonds nicht über die damit verbundene Provision informiert hat. Die Ansprüche verjähren spätestens zehn Jahre nach Vertragsschluss.

Verbraucher sollten solche Ansprüche daher umgehend prüfen und sich nicht von ihrem Kreditinstitut hinhalten lassen, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. Besteht Aussicht auf Schadenersatz, sollten betroffene Bank- oder und Sparkassenkunden bald vor Gericht ziehen.

Anfang der 2000er Jahre haben den Verbraucherschützern zufolge viele Kunden Verträge für geschlossene Fonds abgeschlossen, die zum Beispiel in Immobilien, Schiffe oder Medien investierten. Hat das Kreditinstitut vor Vertragsschluss nichts über die Provision - das sogenannte Kickback - mitgeteilt, gelte das als Falschberatung. Anders als sonst in Anlageprozessen müssten Betroffene in diesen Fällen nicht im Detail darlegen, über welche Risiken sie nicht informiert wurden.

(dpa)