Frankfurt/Main: Rund 32.000 Euro bleiben im Schnitt steuerfrei

Frankfurt/Main: Rund 32.000 Euro bleiben im Schnitt steuerfrei

Beim derzeitig niedrigen Zinsniveau kann ein Sparer im Schnitt rund 32.000 Euro steuerfrei anlegen.

Der Steuerfreibetrag von 801 Euro wird bei einem angenommenen Durchschnittszins von 2,5 Prozent für klassische Bankeinlagen bei 32.040 Euro überschritten, rechnet Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt vor.

Die Berechnung lässt sich für individuelle Werte leicht nachmachen: Dazu werden 801 Euro durch 2,5 geteilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert - das ergibt 32.040. Für Ehepaare ist eine Freistellung von bis zu 1602 Euro möglich. Der Betrag kann auch auf mehrere Konten und Banken verteilt werden.

Wer mehr Geld auf der hohen Kante hat, muss in diesem Jahr erstmals mit dem Abzug von 25 Prozent Abgeltungsteuer rechnen. Vorher wurden Zinseinnahmen über der Freistellung mit der Kapitalertragsteuer belegt - diese richtete sich nach dem persönlichen Steuersatz, sie war also individuell. Herbst rät aber allen Sparern, sich um die Verteilung der Freistellungsbeträge zu kümmern.

Denn erhält die Bank vom Anleger keinen entsprechenden Auftrag, führt sie automatisch 25 Prozent Steuer ab. Und wer sie nicht zahlen müsste, vergisst schnell, sich in der Einkommensteuererklärung das abgeführte Geld wiedererstatten zu lassen.