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Aachen: Profitieren Sie von der verbesserten Einlagensicherung

Aachen : Profitieren Sie von der verbesserten Einlagensicherung

Bald wird die Einlagensicherung für Geldanlagen verbessert. Vor allem Rentner, Ehepaare und Immobilienbesitzer profitieren.

Zum 3. Juli 2015 tritt das Gesetz zur Umsetzung der neuen Einlagensicherungsrichtlinie in Kraft. Damit gilt eine gesetzliche Einlagensicherung, die Ihnen wesentlich mehr Schutz und Sicherheit im unwahrscheinlichen Fall einer Bankpleite bietet.

500.000 Euro sind abgesichert

Denn wie der Bundesverband deutscher Banken (bdb) betont, erhöht sich gerade für besonders wichtige Gruppen der Privatanleger der Schutzumfang gewaltig: von maximal bisher möglichen 100.000 Euro, die pro Einleger voll abgesichert sind, steigt der Wert nun auf bis zu 500.000 Euro.

„Das ist der Fall, wenn beispielsweise ein hohes Guthaben auf dem Konto aus einem Immobilienverkauf im Zusammenhang mit einer privat genutzten Wohnimmobilie resultiert oder das Guthaben mit einem besonderen Lebensereignis des Einlegers verknüpft ist“ , so der bdb. Als besondere Lebensereignisse gelten etwa Heirat, Scheidung, Renteneintritt, Ruhestand, Kündigung, Entlassung, Krankheit, Invalidität oder Tod.

Der erhöhte Schutz gilt für eine Dauer von sechs Monaten ab der Einzahlung des entsprechenden Geldbetrages. Das plötzliche Erbe bleibt also besonders geschützt. Aber nicht nur Besserverdiener profitieren vom neuen Gesetz. Denn auch die sich immer größerer Beliebtheit erfreuenden Fremdwährungskonten fallen unter den umfassenden Einlagenschutz von bis zu 100.000 Euro.

Bislang wurden von der gesetzlichen Einlagensicherung nur Einlagen in Euro oder einer EU-Währung erfasst. Ab 3. Juli gilt die Sicherung nun völlig unabhängig von der Währung. Eine eventuelle Entschädigung erfolgt allerdings stets in Euro.

Einlagensicherung ganz unbürokratisch

Ab dem 3. Juli wird die Durchführung grenzüberschreitender Entschädigungen erheblich vereinfacht - und zwar besonders für Kunden, die ihr Geld bei der Zweigstelle einer Bank anlegen, die ihren Sitz in einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraumes hat.

Wenn diese Bank bzw. deren Zweigstelle nicht der deutschen, sondern der Einlagensicherung ihres EWR-Heimatlandes angehört, dann gibt es die Entschädigungszahlung nun trotzdem durch das zuständige deutsche Einlagensicherungssystem, das aber im Auftrag der ausländischen Einlagensicherung handelt. Darüberhinaus, müssen Anleger im Fall einer Bank-Pleite noch nicht mal mehr einen Antrag auf Entschädigung stellen. Diese erfolgt automatisch durch das zuständige Einlagensicherungssystem.

Und ab 1. Juni 2016 bekommen Sie europaweit Ihr Geld statt wie bisher nach 20 Tagen sogar schon nach spätestens sieben Arbeitstagen zurück, falls Ihre Bank pleite gehen sollte. Von der neuen verbesserten Einlagensicherung profitieren alle Anleger. Wobei diese für viele Firmen überhaupt erst ab dem 3. Juli existiert.

Ab diesen Zeitpunkt werden nämlich alle Einlagen von Unternehmen ungeachtet von deren Größe abgesichert. Dies galt bislang nur für kleinere Kapitalgesellschaften. Nur institutionelle Kunden wie Versicherer, Pensions- und Rentenfonds sowie Finanzinstitute und staatliche Stellen legen wieder auf eigenes Risiko an.

Tipp:

Regelmäßig werden Sie nun in Ihren Kontoauszügen darüber informiert, ob und wie Ihre Einlagen durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind. Darüber hinaus erhält jeder Einleger jährlich einen Informationsbogen, der ihn über den Schutz seiner Einlagen und das zuständige Einlagensicherungssystem informiert.

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