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Online-Kreditantrag: Was macht seriöse Anbieter aus?

Online-Kreditantrag : Was macht seriöse Anbieter aus?

Wer einen Online-Kreditantrag stellen möchte, sieht sich mit einer Fülle an Kreditinstituten und Banken konfrontiert. Die große Aufgabe besteht darin, einen seriösen Anbieter zu finden, der den eigenen Kreditvorstellungen gerecht wird.

Hierbei können verschiedene Kriterien für die Bewertung der Seriosität eines Anbieters herangezogen werden. So sollten die Zinsen marktüblich und die Anbieterinformationen transparent sein. Ein zuverlässiger Kundenservice ist ebenso ein Merkmal seriöser Anbieter wie der Verzicht auf versteckte Kosten. Bei Krediten ohne Schufa sollten Kreditnehmer wachsam sein. Wichtig ist zudem, dass ein rechtskräftiger Vertrag zustande kommt und das Feedback auf den Wunschanbieter möglichst positiv ist.

1. Die Zinsen sind marktüblich

Es spricht nichts dagegen, bei der Suche nach einem passenden Online-Kredit mit Hilfe eines Online-Kreditrechners nach möglichst günstigen Zinsen zu suchen. Allerdings sollten diese marktüblich sein. Wenn ein Kreditgeber mit extrem niedrigen Zinsen wirbt, die alle anderen Anbieter um Längen schlagen, ist Vorsicht geboten. Häufig werden solche niedrigen Zinsen durch versteckte Kosten finanziert oder der Anbieter ist unseriös.

In einigen Fällen sind die Angebote von Kreditinstituten auf eine bestimmte Marktsituation zurückzuführen. So haben Kreditinstitute aktuell ein Interesse daran, möglichst viele Kredite zu vergeben, um keine Strafzinsen an die EZB zahlen zu müssen. Entsprechend bieten sie ihre Kredite häufig zu besonders günstigen Konditionen an. Solche niedrigen Zinsen sind dann aber immer auf eine bestimmte Ursache wie die Niedrigzinspolitik der EZB zurückzuführen. Ist dies nicht der Fall, sollten ungewöhnlich niedrige Zinsen mit Vorsicht genossen werden.

2. Die Anbieterinformationen sind transparent

Foto: pixabay.de/Gerd Altmann

Ein weiteres wichtiges Merkmal von seriösen Kreditgebern ist deren Transparenz bei den Anbieterinformationen. So sollte beispielsweise der Webauftritt des jeweiligen Kreditinstituts dahingehend geprüft werden, ob es über ein gültiges Impressum verfügt. Außerdem sollte ein Kreditgeber einen Gerichtsstand in Deutschland besitzen, damit bei Fragen und Problemen Rechtssicherheit gegeben ist.

Seriöse Anbieter bemühen sich immer um eine größtmögliche Transparenz. Wenn bestimmte Informationen zu einem Anbieter nicht oder nur sehr schwer herausgefunden werden können, ist dies kein gutes Zeichen. Außerdem geben seriöse Anbieter ihren Nutzern in der Regel die Möglichkeit, ein Feedback zu hinterlassen. Wenn ein Anbieter auf diese Option verzichtet, ist er in vielen Fällen unseriös oder die Arbeit ist so mangelhaft, dass sich viele Nutzer beschweren würden.

3. Es gibt einen zuverlässigen Kundenservice

Kreditnehmer sollten bei Fragen und Problemen leicht Kontakt zum Kreditgeber aufnehmen können. Deswegen setzen seriöse Kreditinstitute zumeist auf eine Mischung verschiedener Kontaktwege. Sie bieten zum Beispiel eine Hotline an, stellen E-Mail-Adressen und Instant Messenger bereit oder laden Kreditnehmer zu einem Beratungsgespräch ein. Einige bieten sogar einen 24 Stunden Service an, damit ihre Kunden bei Problemen schnellstmöglich Hilfe bekommen.

Unseriöse Anbieter werden immer versuchen, einen direkten Kontakt mit ihren Kunden zu vermeiden. An ihrem Angebot ist immer ein Haken und sie wollen verhindern, dass sich unzufriedene Kreditnehmer beschweren können. Deswegen bieten sie häufig keine einfachen Kontaktmöglichkeiten an oder es können lediglich Online-Kanäle genutzt werden, um Fragen zu stellen. Wer Bei Schwierigkeiten nicht alleine gelassen werden möchte, sollte daher bei der Auswahl darauf achten, dass ein Kreditgeber möglichst viele Kontaktmöglichkeiten bietet.

4. Auf versteckte Kosten wird verzichtet

Unseriöse Anbieter werben mit besonders niedrigen Zinsen, die dann durch versteckte Kosten wieder eingespielt werden. Kreditnehmer sollten bei Angeboten, die zu schön sind, um wahr zu sein, die Vertragskonditionen genau studieren. So können sie ersehen, wenn in einem Vertrag bestimmte Klauseln enthalten sind, aus denen sich finanzielle Verpflichtungen der Kreditnehmer gegenüber den Kreditgebern ableiten lassen. Da solche versteckten Kosten einen Kredit unnötig verteuern, sollte auf solche Anbieter verzichtet werden.

Wer unsicher ist, ob ein Kreditvertrag seriös ist, kann einen unabhängigen Berater oder einen Anwalt zu Rate ziehen. Diese kennen sich mit den verschiedensten Kreditverträgen aus und können einschätzen, ob ein bestimmtes Angebot wirklich seriös und zuverlässig ist. Allerdings müssen für solche Serviceleistungen zusätzliche Kosten eingeplant werden. Außerdem kosten solche Beratungsgespräche Zeit. Das ist hinderlich, wenn das Geld für unerwartete Kosten schnellstmöglich benötigt wird.

5. Bei Krediten ohne Schufa ist Wachsamkeit gefragt

Einige Kreditgeber versprechen einen Kredit ohne Schufa. Sie sind somit für alle interessant, die aufgrund einer negativen Bonität von ihrer Hausbank keinen Kredit bekommen würden. Allerdings ist bei solchen Krediten Vorsicht geboten. Keine Bank kann es sich leisten, einen Kreditausfall leichtfertig in Kauf zu nehmen. Deswegen müssen sie sich durch eine Bonitätsprüfung davon versichern, dass ein Kreditnehmer kreditwürdig ist.

Wenn ein Kreditgeber auf eine Bonitätsprüfung oder Auskünfte von der Schufa verzichtet, sichert er sich auf andere Weise gegen einen Kreditausfall ab. Das kann beispielsweise dadurch geschehen, dass im Vertrag bestimmte Finanzklauseln aufgenommen werden. Diese besagen dann, dass ein Kreditnehmer bestimmte finanzielle Verpflichtungen eingeht, wenn er seinen Kreditverpflichtungen nicht nachkommen kann. Diese finanziellen Verpflichtungen sind häufig besonders teuer und für den Kreditnehmer von Nachteil.

6. Es muss ein rechtskräftiger Vertrag zustande kommen

Einige unseriöse Anbieter tendieren dazu, keinen rechtsgültigen Vertrag zustande kommen zu lassen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn keine Unterschrift des Kreditnehmers oder Kreditgebers eingefordert wird. Eine lediglich online vereinbarte Kreditsumme hat vor Gericht keinen Bestand. Hierdurch bewahren sich die Kreditgeber bestimmte Schlupflöcher.

Anders sieht es aus, wenn die Kreditgeber und Kreditnehmer mit staatlich anerkannten Online-Unterschriften arbeiten. Mit diesen ist es möglich, rechtskräftige Verträge zu erstellen. Bevor der Vertrag unterschrieben wird, sollte jedoch geprüft werden, ob der jeweilige Kreditgeber mit einer solchen Unterschrift arbeitet und ob das Vertragsverfahren wirklich rechtskonform ist.

7. Seriöse Anbieter bekommen positive Rezensionen

Eine gute Möglichkeit, um sich einen ersten Eindruck von der Seriosität eines Anbieters zu verschaffen, besteht darin, Nutzerfeedback zu lesen. Viele Kreditnehmer hinterlassen bei ihrem Kreditinstitut ein Feedback, wie die Zusammenarbeit war. Ausgehend von diesen Rückmeldungen können Interessierte Rückschlüsse ziehen, wie seriös und zuverlässig ein bestimmtes Kreditinstitut arbeitet. Hierbei sollte ein möglichst objektives Bild angestrebt werden. Wer lediglich zwei oder drei Rezensionen liest, gerät eventuell an nicht repräsentative Meinungen. Deswegen ist es wichtig, sich mit möglichst vielen Rückmeldungen auseinanderzusetzen.

(vo)