München: Morgen vermieten, heute Steuern sparen - klappt leider nicht!

München: Morgen vermieten, heute Steuern sparen - klappt leider nicht!

Wer sein Haus selbst nutzt, es in Zukunft aber vermieten will, kann derzeit anfallende Reparaturkosten nicht als Werbungskosten absetzen. Das hat der Bundesfinanzhof (AZ: IX R 51/08) entschieden und damit das Urteil des Finanzgerichts des Saarlandes (Az. 1 K 2073/04) kassiert.

Mit der saarländischen Entscheidung war die Rechtsprechung durchbrochen worden, nach der Aufwendungen nicht absetzbar sind, wenn der Steuerzahler erst in Zukunft zum Vermieter werden will. Die Steuerzahler hatten in dem Fall bereits ein Jahr vor dem Bau ihres Hauses mit der Renovierung der Eigentumswohnung begonnen, um sie nach dem Umzug in das neue Haus sofort vermieten zu können. Die Kosten sollten als vorweggenommene Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung abgesetzt werden. Während das Finanzamt ablehnte, gab das Finanzgericht dem Ehepaar recht.

Der Bundesfinanzhof entschied jedoch, dass Instandsetzungs- und Renovierungsaufwendungen während der Selbstnutzung einer Immobilie auch dann keine vorweggenommenen Werbungskosten sind, wenn sie im Hinblick auf eine spätere Vermietung entstehen. Da die Reparatur zum Zeitpunkt der Selbstnutzung durchgeführt wurde, handelt es sich um nicht absetzbare Kosten der privaten Lebensführung. Die geplante Vermietung bleibt dabei außer Acht.

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