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Meilensteine clever finanzieren

Vorsorge und Plan : Meilensteine clever finanzieren

Es gibt wichtige Meilensteine im Leben von Menschen: der Schulabschluss, die Berufsausbildung oder das Studium, das erste Auto, eine eigene Immobilie, Vorbereitungen für das Alter durch Umbau oder private Rentenvorsorge und eventuell die Ausbildung der eigenen Kinder. Um diese Meilensteine zu erreichen, arbeiten die Menschen und müssen neben Arbeit und Zeit Geld investieren. Mit Vorsorge und Plan lassen sich diese Hürden meistern.

Aus- und Weiterbildungen

Nach dem Schulabschluss steht die Entscheidung für den weiteren Lebensweg an. Natürlich ist der Beruf nicht das ganze Leben, aber die Berufswahl ist entscheidend für den weiteren Verlauf des Lebens. Der Beruf entscheidet beispielsweise darüber, ob und wann ein Mensch sesshaft wird. Eher regional orientierte Berufe fordern weniger örtliche Flexibilität. Andere Berufe sind national bis international ausgerichtet und beinhalten Reisen und Umzüge.

Ob Ausbildung oder Studium - die meisten Berufe fordern lebenslanges Lernen. Kosten für Fort- und Weiterbildungen lassen sich, Informationen des Lohnsteuerhilfevereins nach, steuerlich als Werbekosten absetzen. Es ist sinnvoll, sich ein Budget für Fortbildungen anzusparen. Besonders begehrte Qualifikationen finanziert anteilig bis vollständig der Arbeitgeber. Wichtig ist beim Thema Fort- und Weiterbildung der Blick auf die Zukunft des eigenen Berufsbildes:

  • Was wird sich in den nächsten Jahren verändern?
  • Was sind aktuelle Entwicklungen?

Wer auf dem neuesten Stand bleibt und mit der Zeit geht, gewinnt nicht nur Qualifikationen, sondern behält langfristig die Freude an seinem Beruf.

Ein ausgebautes Dachgeschoss schenkt Platz. Später lässt es sich vermieten und sorgt für finanziellen Spielraum. Foto: József Kinsce / Pixabay.com

Autokauf

Vor dem Kauf eines Autos steht mit dem Erwerb des Führerscheins bereits die erste Ausgabe an. Gut zweitausend Euro sollten eingerechnet werden. Meistens vergehen zwischen dem Erwerb des Führerscheins und dem Kauf des ersten eigenen Autos einige Jahre. Beim Autokauf spielen rationale und emotionale Gründe eine Rolle. So binden sich viele Menschen mit einem Faible für Autos bereits früh an eine bestimmte Marke.

Oder sie entscheiden sich aufgrund des Images bevorzugt für eine Marke. Um langfristig das optimale Auto für sich zu finden, sollten die rationalen Gründe beim Kauf in den Vordergrund treten. Zentrale Fragen sind dabei:

  • Wie viel Platz brauche ich im Alltag in meinem Auto?
  • Was muss mein Auto generell leisten?
  • Lohnen sich durch regelmäßige Pendelfahrten zusätzliche Kosten beispielsweise für einen Tank mit Autogas?
  • Neuwagen, Jahreswagen oder gebrauchtes Auto - was ist mir wichtig?
  • Leasing, Finanzierung oder Kauf - was sind meine finanziellen Möglichkeiten?

Wer die meiste Zeit alleine in einem Auto fährt, profitiert von einem kleineren und sparsamen Wagen. Durch eine Box auf einem Dachgepäckträger oder einen zusätzlichen Fahrradträger gewinnt ein kleines Auto zusätzlichen Platz. Wer sich für die Finanzierung eines Autos entscheidet, sollte angebotene Autokredite vergleichen. Laufzeiten und Konditionen der Anbieter sind sehr unterschiedlich.

Immobilienkauf

Für viele Menschen ist der Kauf einer eigenen Immobilie ein großer Traum. Mieten steigen in Deutschland trotz Mietpreisbremse weiter und vergrößern den Wunsch nach einem eigenen Zuhause, welches einem jeden Monat mehr gehört. Wer eine Immobilie kauft, sollte sich vorab folgende Fragen bezüglich der Finanzen beantworten:

  • Wie viel Geld kann ich monatlichefür eine Immobilie aufbringen?
  • Wie spare ich Geld für notwendige Sanierungen, Reparaturen und Wartungen in meiner Immobilie?
  • Was bringe ich an Eigenkapital ein?

Um den eigenen finanziellen Rahmen zu ermitteln, werden die fixen Ausgaben und Einnahmen realistisch aufgeschrieben. Ein Plan für die nächsten Jahre ist ebenfalls sinnvoll. Wer von einer Immobilie träumt, braucht Eigenkapital. Sparpläne und Anlagen eignen sich hierfür. Regionale und nationale Förderungen helfen zusätzlich. Die eigenen Prioritäten sollten klar sein. Gerade bei Paaren ist gute Kommunikation entscheidend, damit der Traum nicht im Albtraum endet. Zu den grundsätzlichen Entscheidungen beim Eigenheim gehören:

  • Stadt, Vorstadt oder Land?
  • Wohnung, Reihenhaus oder freistehendes Haus?
  • Altbau oder Neubau?
  • Grünflächen wichtig?
  • Vollbad notwendig?
  • Barrierefreies Wohnen?

Kompromisse beim Wohnen sollten beim Eigenheim gut überlegt sein. Schließlich gilt diese Entscheidung für einige Jahre. Wer kurze Wege im Alltag wünscht, wird vermutlich mit der Vorstadt einen Kompromiss schließen können. Eine Immobilie, die zwar in den finanziellen Rahmen passt, aber sonst wenig der eigenen Kriterien erfüllt, ist ein fauler Kompromiss und macht langfristig nicht glücklich.

Umbaumaßnahmen

Wer eine Immobilie kauft, sollte an die unterschiedlichen Altersabschnitte denken. Wer eine Familie plant, braucht während der Familienphase den meisten Raum. Der Ausbau des Dachgeschosses oder ein Anbau schenkt Wohnraum. Soll die Immobilie im Anschluss nach dem Auszug der Kinder durch die Eltern alleine bewohnt werden, ist beispielsweise eine Unterteilung eines Hauses möglich. Wer beim Anlegen von Anschlüssen diese Option bereits im Hinterkopf behält, spart letztlich Geld.

Unterschiedliche Wohneinheiten sorgen für Einnahmen durch Vermietung, wodurch beispielsweise die Finanzierung der Ausbildung der Kinder abgesichert wird. Ein altersgerechter Umbau wie mit einem barrierefreien Bad ist sinnvoll. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sieht eine Versorgungslücke beim barrierearmen Wohnraum von mehr als zwei Millionen Wohnungen.

Wer sein restliches Leben in der eigenen Wohnung oder dem Haus verbringen möchte, sollte bereits beim Kauf mögliche Umbaumaßnahmen einkalkulieren. Ansparen von Kapital und das Nutzen von Fördermöglichkeiten begünstigen viele Umbaumaßnahmen.

Ausbildung der Kinder

Für Eltern ist der Auszug der eigenen Kinder ein Meilenstein im Leben. Doch je nach Ausbildungswunsch des Kindes ist finanzielle Unterstützung durch die Eltern notwendig. In einigen Ausbildungen wie beispielsweise zum Tischler ist das Einkommen gerade zu Beginn niedrig und finanzielle Unterstützung durch die Eltern hilft den jungen Erwachsenen.

Während des Studiums verdienen Studenten kein Geld. Nebenjobs sind ein erster Schritt zur finanziellen Selbstständigkeit. Doch phasenweise sind die Eltern gefragt. Wer früh für diesen Abschnitt spart, verschafft sich und seinen Kindern finanzielle Luft. Ansparpläne, Anlagen oder Mischungen bauen über die Kinder- und Jugendjahre ein Polster auf, von dem alle Beteiligten profitieren.

Rente

Je nach Beruf ist die private Vorsorge für den letzten Abschnitt eine sinnvolle Ergänzung oder unbedingt notwendig. Alleine die eigene Immobilie rettet den Menschen nicht. Zusätzliches Sparen und Anlegen sorgen für ein finanzielles Polster. Damit lassen sich Wünsche und Träume realisieren. Denn das ist der entscheidende Punkt an geregelten Finanzen: Sie verschaffen den Menschen Freiräume und Möglichkeiten.

(vo)