Hamburg: Megatrends als Modell für dauerhaften Anlageerfolg

Hamburg: Megatrends als Modell für dauerhaften Anlageerfolg

Als Anleger sollte man gerade bei einem langfristigen Engagement die großen weltweiten Investment-Trends im Auge behalten, in deren Sog sich eine gute Rendite erzielen lässt.

Solche Megatrends sind beispielsweise Investments im Bereich Erneuerbare Energien oder Infrastruktur, die sich auf eine Vielzahl von Branchen und Unternehmen auswirken. Es lässt sich leicht vorstellen, wie viel Geld fließen muss, wenn ein Infrastruktur-Projekt - etwa der Bau einer neuen Autobahn - angestoßen wird. Die wichtigsten Trends werden von den Banken und Finanzdienstleistern in Fonds oder auch in Zertifikaten gebündelt.

Ein erfahrener Anbieter in dem Bereich der Megatrends ist die Dekabank der Sparkassengruppe, die den Fonds Deka-Megatrends offeriert. Der Fonds hieß bis vor Kurzem noch etwas umständlich Deka-Xtension.

Er investiert weltweit in Unternehmen, die von Erneuerbaren Energien oder dem demografischen Wandel profitieren sollen. Ein weiterer Trend ist aber das Thema Infrastruktur. Ausgelöst durch die Finanzkrise werden momentan weltweit große Investitionsprogramme aufgelegt, allein in den USA in einer Größenordnung von 800 Milliarden Dollar, in China sind es 500 Milliarden Dollar und auch in Deutschland immerhin noch 50 Milliarden Euro.

Die staatlichen Gelder sollen besonders in Infrastrukturprojekte gehen und damit der Wirtschaft wieder auf die Sprünge helfen. Geld, das auch dringend benötigt wird. Denn die OECD beziffert den globalen Investitionsbedarf in die Infrastruktur allein bis 2030 auf über 70 Billionen Dollar. Ohne den Ausbau der Infrastruktur, beispielsweise durch Projekte im Bereich Verkehrsnetze oder der Energieversorgung, werden die Volkswirtschaften also in Zukunft nicht weiter wachsen können.

Als privater Anleger hatte man in der Vergangenheit aber beim Anlagethema Infrastruktur das Nachsehen, denn der Bereich war den institutionellen Anlegern vorbehalten. Diese Einschränkung hat sich aber nun geändert, wodurch verschiedene Fondsgesellschaften in den Markt drängen und verstärkt Anlageprodukte anbieten. Dabei sind in den vergangenen drei Jahren über ein Dutzend Fonds aufgelegt worden, beispielhaft von den Schweizer Banken wie Clariden Leu, Credit Suisse, UBS und Julius Bär, die in der Regel eine globale Fondsausrichtung verfolgen.

Weitere Anbieter sind noch Invesco und DWS. Deren Fonds DWS Global Infrastructure legt rund 70 Prozent des Anlagekapitals in Aktien von Firmen an, die weltweit in den Aus- und Aufbau von Verkehrsprojekten involviert oder an Projekten im Gebiet der Wasserversorgung beziehungsweise der Telekommunikation beteiligt sind.

Der Julius Bär Infrastructure Fund investiert wiederum hauptsächlich in mittel- bis großständische Unternehmen, die Infrastrukturanlagen besitzen oder unterhalten, um damit Dienstleistungen wie Strom- und Wasserversorgung, Abfallbeseitigung bereitzustellen. Auch die Aufgabenfelder, wie das Betreiben von wichtigen Straßenverbindungen, Flughäfen und Hafenanlagen, gehören zum Geschäft der Firmen, in die investiert wird.

Auch das gesellschaftliche Thema Demografie ist für Anleger ein reizvolles Gebiet. Die höhere Lebenserwartung in den meisten Ländern, aber auch das insgesamt gewachsene Gesundheitsbewusstsein dürfte über Jahre ein Motor für die Gesundheitsbranche sein. Die Entwicklung der Demografie ist dabei unabhängig von aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen und somit eine gesellschaftliche Konstante, deren Auswirkungen langfristiger Natur sind.

Ein Fonds, der die Folgen der demografischen Entwicklung im Auge hat, ist der Pioneer Global Changes von Pioneer Asset Management, der neben dem Punkt Demografie auch die Trends Infrastruktur und Klimawandel inhaltlich abdeckt. Ein Fonds, der flexibel in Aktienfonds investiert, die wiederum für die genannten Trends stehen und in unterschiedlichen Regionen und Branchen beheimatet sind. Dabei wird weniger nach der aktuellen Verfassung der Unternehmen geschaut als vielmehr auf die langfristigen Chancen vor dem Hintergrund der Megatrends - und damit auch auf die Chancen der Anleger.

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