Halle/Saale: Keine Berufsunfähigkeitsrente für Angelernte

Halle/Saale: Keine Berufsunfähigkeitsrente für Angelernte

Angelernte Arbeiter müssen bei Berufsunfähigkeit auch eine Tätigkeit übernehmen, die zwar nicht ihrem ausgeübten Beruf, aber ihrem Qualifikationsniveau entspricht.

Das entschied das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt und wies damit die Klage eines ehemaligen Korrosionsschutzarbeiters zurück (Urteil vom 27. Mai 2010, AZ: L 3 R 510/06, rechtskräftig).

Nach Auffassung der Richter konnte der Kläger ohne Facharbeiterausbildung keinen entsprechenden Berufsschutz und damit keine Berufsunfähigkeitsrente der gesetzlichen Rentenversicherung beanspruchen.

Er sei zwar langjährig vollwertig in Teilbereichen des Facharbeiterberufs Maler und Lackierer tätig gewesen, habe jedoch nicht über alle Kenntnisse dieses Berufs verfügt.

Deshalb könne er nur als oberer Angelernter eingestuft werden und sei auf eine Tätigkeit als Pförtner an der Nebenpforte verweisbar, die in Deutschland noch existiere. Ein bestimmter Arbeitsplatz müsse ihm nicht angeboten werden, befanden die Richter.

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