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Berlin: Informationsblätter zu Immobilienfonds reichen nicht für Entscheidung

Berlin : Informationsblätter zu Immobilienfonds reichen nicht für Entscheidung

Verbraucher sollten nicht nur anhand der Informationsblätter zu offenen Immobilienfonds eine Entscheidung treffen. Denn sie sind häufig unübersichtlich und schwer verständlich. Das ergab ein Test der Zeitschrift „Finanztest” (Ausgabe 8/2015).

Überprüft wurden 13 Informationsblätter. Keines davon klärte verständlich über die Anlage auf, urteilten die Prüfer. Fachbegriffe erschwerten das Verständnis, außerdem wurden Sachverhalte vermengt und ungeordnet dargestellt, auch Schachtelsätze wurden bemängelt. Dabei sollen die Informationen laut EU-Verordnung zutreffend, logisch aufgebaut sowie knapp und präzise sein. Seit Juli 2011 sind Anlegerinformationen gesetzlich vorgeschrieben.

Verbraucher sollten sich zusätzlich auf den Internetseiten der Anbieter über Anlagerichtlinien, Risiken und Fondsinhalt informieren, raten die Experten der „Finanztest”. Dort gibt es unter anderem regelmäßig aktualisierte Datenblätter (Factsheets). Sie enthalten unter anderem Angaben zu Immobilienbeteiligungen und Fremdfinanzierung.

Der Jahresbericht ist ebenfalls Informationsquelle für Anleger. Sie finden hier eine geprüfte Vermögensübersicht, sowie unter anderem Angaben zu Renditen, Erträgen und Ausgaben. Daneben liefert der Verkaufsprospekt sehr ausführliche Informationen - zumindest ein Querlesen empfiehlt sich hier.

Offene Immobilienfonds sollten kein Ersatz für das Sparkonto oder sichere Zinsanlagen sein, so die „Finanztest”. Sie sind eine Möglichkeit, das Depot zu ergänzen - mehr als zehn Prozent des Vermögens steckt man aber besser nicht hinein.

(dpa)