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Frankfurt/Düsseldorf: Immer noch Kunden ohne Steuerbeleg ihrer Bank

Frankfurt/Düsseldorf : Immer noch Kunden ohne Steuerbeleg ihrer Bank

Zum regulären Abgabeschluss für die Steuererklärung an diesem Montag warten noch immer einige hundert Kunden deutscher Banken auf notwendige Steuerbelege.

Weil wegen der Abgeltungssteuer Computersysteme umgestellt werden mussten, verzögerte sich der Versand in diesem Jahr ohnehin. Mehr Arbeit als erwartet machen den Banken nun Fälle, in denen Kunden ausländische Produkte halten.

Bei der Commerzbank sind nach Angaben einer Sprecherin noch „komplexe Sonderfälle” nicht bearbeitet, der „weitaus größte Teil” sei aber geschafft. Die Deutsche Bank teilte auf Anfrage mit, sie habe mehr als sechs Millionen Steuerbescheinigungen für ihre Kunden erstellt: „Bis auf wenige Einzelfälle haben alle Kunden ihre Unterlagen bereits erhalten.” Zahlen oder Prozentangaben, wie viele Fälle noch offen sind, wollten die Institute nicht nennen.

Anfang Mai hatten die Commerzbank-Sprecherin noch erklärt, das Institut gehe davon aus, „dass wir den Rest bis Ende Mai schaffen”. Auch ein Deutsche-Bank-Sprecher hatte sich zuversichtlich gezeigt, dass bis Ende dieses Monats alle Kunden versorgt sein werden. Die Jahressteuerbescheinigung brauchen viele Kunden für ihre Steuererklärung, die in der Regel spätestens am 31. Mai beim Finanzamt sein muss.

Bei der inzwischen in Targobank umbenannten Citibank in Düsseldorf indes gingen nach Angaben eines Sprechers die noch fehlenden Bescheinigungen am 5. Mai raus.

Seit 1. Januar 2009 erhebt der Staat 25 Prozent Steuer auf Zinsen, Dividenden und Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen. Für einige Finanzprodukte bekamen die Banken allerdings erst Ende 2009 die notwendigen Anforderungen vom Bundesfinanzministerium.