Köln: Ideendiebe nach Möglichkeit durch Beweise entlarven

Köln: Ideendiebe nach Möglichkeit durch Beweise entlarven

Auf manche Ideen ist man besonders stolz. Umso ärgerlicher, wenn bei der Präsentation ein Kollege so tut, als hätte er den genialen Einfall gehabt - und die ganze Anerkennung einheimst.

„Bei Verdacht auf Ideenklau sollte man zuerst den betreffenden Kollegen sensibel mit seiner Vermutung konfrontieren”, rät Manuel Tusch, Co-Autor des Ratgebers „Das Frustjobkillerbuch”. Wichtig sei, dass man die Anschuldigung belegen kann. „Möglicherweise findet man auf seinem Computer noch Dokumente zu dem Vorgang, an deren Speicherdatum man erkennen kann, wann man selbst diese Idee hatte”, sagt Tusch.

Vielleicht gebe es auch Protokolle, in denen vermerkt ist, wer diesen Vorschlag bei der Teamsitzung eingebracht hat. „Beim Gespräch mit dem Kollegen sollte man unbedingt freundlich sein - schließlich kann sich auch herausstellen, dass man sich irrt”, betont der Diplom-Psychologe aus Köln.

Einzelleistungen besser messbar machen

Kläre sich die Situation nicht auf und reagiere der Kollege uneinsichtig, sei gegebenenfalls ein Gespräch mit dem Vorgesetzten angebracht. „Wenn beispielsweise im Unternehmen Leistung individuell bewertet und auch vergütet wird, könnte man mit dem Chef eine Strategie ausarbeiten, wie man einzelne Leistungen innerhalb des Teams besser messbar machen könnte”, sagt Tusch. In größeren Firmen könne man sich auch an die Personalentwicklung wenden, um solche Umstrukturierungen zu besprechen.

Klaut ein Kollege absichtlich und systematisch Ideen, sollte man sich davor schützen: „In so einem Fall sollte man seine Ergebnisse verstecken und darauf achten, dass man in Meetings nicht zu viel preisgibt”, sagt Manuel Tusch. Man könne sich auch angewöhnen, seine Ergebnisse direkt an den Chef zu mailen - damit sei deren Quelle direkt nachvollziehbar.

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