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Berlin: Gütertrennung muss vertraglich vereinbart werden

Berlin : Gütertrennung muss vertraglich vereinbart werden

Ehepaare, die in Gütertrennung leben wollen, müssen das vertraglich vereinbaren. Darauf weist die Notarkammer Berlin hin. Der Vertrag muss von einem Notar beurkundet werden. Bei einer Gütertrennung verfügt jeder Partner für sich über sein eigenes Vermögen.

Das Geld darf ohne Zustimmung des anderen ausgegeben, veräußert oder verschenkt werden. Nach einer eventuellen Scheidung findet keine finanzielle Aufteilung statt.

Die Vermögenstrennung kann sinnvoll sein, wenn ein Ehegatte weitaus mehr verdient als der andere. Auch wenn ein Ehepartner ein Unternehmen besitzt, das bei einer Trennung durch eine fällig werdende Ausgleichszahlung nicht gefährdet werden soll, kann sich eine solche Regelung anbieten.

Die Gütertrennung hat aber auch Nachteile: Hat während der Ehezeit nur ein Ehegatte Vermögen erwirtschaftet, kommt dem anderen davon nach der Scheidung nichts zugute. Das gilt selbst dann, wenn dieser Ehegatte zum Beispiel durch seine Mitarbeit im Unternehmen indirekt an der Gewinnbildung beteiligt war.

Ein Alternative kann die sogenannte modifizierte Zugewinngemeinschaft sein. Hier können die Vermögensverhältnisse individuell geregelt werden. Der Gestaltungsspielraum ist groß: Die Eheleute können etwa vereinbaren, dass bestimmte Vermögensteile oder eine Immobilie bei einer Scheidung keinem Ausgleich unterliegen. Auch ein solcher Vertrag muss notariell beurkundet werden.

(dpa)