Düsseldorf: Grundschuld-Löschung lohnt nicht

Düsseldorf: Grundschuld-Löschung lohnt nicht

Die Löschung der Grundschuld beim Verkauf einer Immobilie lohnt sich nicht. Wer getilgte Grundschulden löschen lässt, verschenkt in der Regel Hunderte Euro. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin.

Häuslebauer, die ihre Baufinanzierung über eine Bank abwickeln, müssen dem Kreditinstitut in aller Regel eine sogenannte Grundschuld als Sicherheit geben. Damit sichert sich die Bank den Zugriff auf die Immobilie, wenn der Schuldner seine Darlehensraten nicht mehr bedient. In diesem Fall ist das Geldinstitut berechtigt, die Zwangsvollstreckung einzuleiten oder die Immobilie unter Zwangsverwaltung zu stellen.

Wenn die Immobilie verkauft und mit dem Erlös das Darlehen auf einen Schlag getilgt wird, stellt sich für Verkäufer die Frage, ob sie die im Grundbuch eingetragenen Schulden löschen lassen sollen. Dann, so die Überlegung, kann dem Erwerber eine lastenfreie Immobilie übergeben werden. Die Verbraucherschützer raten dringend davon ab.

Die Löschung von Grundschulden im Zuge eines Immobilienverkaufs belastet Verkäufer und Käufer. Was der eine löschen lässt, muss der andere meist sofort wieder eintragen lassen. Und dafür fallen Notar- und Grundbuch-Gebühren an. Weitaus kostengünstiger sei es hingegen, die Grundschulden einfach stehen zu lassen, damit sie von der finanzierenden Bank des Käufers weitergenutzt werden können.

Das funktioniert auch, wenn der Käufer sein Darlehen bei einem anderen Geldinstitut als der Hausbank des Verkäufers aufnimmt. Denn Grundschulden können von Bank zu Bank weitergereicht werden. Hierbei bleibt die ursprüngliche Grundschuld im Grundbuch bestehen und erhält nur einen Vermerk, dass sie an die finanzierende Bank des Käufers abgetreten wird.

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